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Competition Blog - Season 2011

Indian Ocean Triathlon | Mauritius | 1,8k - 55k -12k | 13.11.2011

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2006 bereiste ich Mauritius zum ersten Mal, damals um Wind und Wellen zu genießen, und außer meiner Kiteausrüstung hatte ich kein weiteres Sportequipment dabei. Schon damals war ich fasziniert von dieser Insel, vom dem wirklichem Türkis des Meeres, der beeindruckenden Vegetation, und der Entspanntheit auf die man dort überall trifft. Was mir auch in Erinnerung blieb war, dass es mein bisher einziger Kitesurfurlaub war, bei dem ich durch die vielen wunderbaren Routen quer über die Insel massiv mein Rennrad vermisste.

Diese Vorgeschichte und die Suche nach einer Kite Destination für den November 2011, bei der ich rein zufällig auf den Indian Ocean Triathlon stieß, ließen mich am 9.11.2011 am Vienna Airport neben der üblichen Kiteausrüstung auch einen Radkoffer einchecken.

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Photo by Jean-Jacques FABIEN | Indian Ocean Triathlon 2011

Dass die Umstellung innerhalb von 3 Tagen auf das tropische Klima nicht einfach sein würde war klar, und ich versuchte mich so gut als möglich in den ersten Tagen daran zu gewöhnen. Ich besichtigte die Radstrecke welche sich als absolutes Highlight entpuppte, ein längerer, schwerer Anstieg auf den Col de Chamarel mitten dichtester Vegetation, eine berauschende Abfahrt durch Ananas- und Zuckerrohrplantagen und der Weg zurück entlang der Küste. Der Ozean überraschte bei der allgemeinen familiären "96er" Boienrally (Schwimmstreckenbesichtigung) mit einer ordentlichen Strömung, und nachdem ich auch bezüglich der Laufstrecke, bei der man 3x4km hauptsächlich weichen Untergrund und Sand unter den Füssen hatte, ausreichend informiert war, war ich bereit für eine Hitzeschlacht, die am Sonntag den 13.11. um 7:30 beginnen sollte (also eigentlich um 4:30 früh morgens).


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Doch wie schon so oft kam auch diesmal wieder einmal alles anders. Der Wettkampfmorgen lockte mit wechselnd bewölktem und sonnigem Wetter. Aufgrund der Ebbe war die Strömung nicht ganz so stark wie am Tag zuvor, somit schienen die Bedingungen ideal als sich zum Startschuss etwa 200 Teilnehmer in die Fluten des indischen Ozean stürzten. Das Schwimmen (1,8km) ging ich mit zu großem Respekt an und erst in der zweiten Runde schwamm ich mit etwas mehr Druck und holte noch etwas auf bzw. verlor weniger. Es war unglaublich was sich einem am Grund des Meeres bot. Fische, Riffteile und Pflanzen waren bestimmt Schuld daran dass ich etwas brauchte bis ich aus meinem „Urlaubsmodus“ erwachte.

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Als 4. Frau nach dem Schwimmen stieg ich aufs Rad, die drittplatzierte Italienerin Ombretta Zanetti knapp vor mir, die ich auf den ersten Kilometern zum ersten Mal an diesem Tag überholte. Die Zweitplazierte Caroline Koll war bereits seit knapp fünf Minuten auf der Strecke und WC Athletin Charlotte Morel sowieso schon über alle Berge. Kurz darauf begann es zu regnen, und zwar heftig zu regnen, und mit nur kurzen Unterbrechungen und wechselnden Intensitäten sollte er uns auf der gesamten Radstrecke begleiten. Den anspruchsvollen Abschnitt bergauf fuhr ich gleichmäßig und ruhig, und ich ließ mich auch nicht aus dem Rhythmus bringen als mich die Italienerin attakierte. Bergab war wieder Vorsicht geboten, mit einer braven uns sauberen Linie und der Erfahrung von vielen Regenbewerben in dieser Saison gelang es mir, mich von meiner Verfolgerin abzusetzen. An der Küstenstraße angelangt gab es bis zur Wende ordentlichen Gegenwind, und am Weg zurück nach Le Morne wieder flutartigen Regenfall, sodaß in der Ortschaftsdurchfahrt beinahe der Verkehr zum Erliegen kam. Hochkonzentriert und teilweise im Blindflug kämpfte ich mich zur Wechselzone zurück und hatte etwa drei Minuten Rückstand auf Position zwei und alle Karten bzw. mein Joker lag somit schon am Tisch.

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Angekommen in der Wechselzone zwängte ich mich in die Regen- und Sanddurchfluteten Laufschuhe und musste anerkennen, dass mein Sockenplan nicht aufgegangen war. Die erste von drei Laufrunden war durch den aufgeweichten Untergrund und der hohen Luftfeuchtigkeit sowie der Hitze eine richtige Tortur. Wäre es kein Wettkampf gewesen, wäre es eigentlich witzig gewesen, jedoch mit etwa 2 min Vorsprung auf die 4. Platzierte war es ein gestresster Kampf ins Laufen zu kommen. Ab der zweiten Laufrunde kam ich dann besser ins Laufen und konnte verwaltend die 12km als dritte, hinter Caroline Koll und der überragenden Siegern Charlotte Morel beenden.

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Von der Platzierung her wäre an diesem Tag nicht mehr möglich gewesen und es war um einiges härter als angenommen. Beim Schwimmen hatte ich die falsche Lagunentaktik und zu wenig Kampfgeist in der ersten Runde. Am Rad konnte ich hingegen meine Leistung gut umsetzen, und es freut mich sehr, dass ich meine Spätsommerleistung bereits ausbauen konnte. Dass das Laufen am Strand in Kombination mit meinem aktuellen Lauftraining schnell zu einer drohenden Hinrichtung werden könnte hatte ich stets im Vorfeld befürchtet. Am Ende bin ich dennoch zufrieden wie es ab der zweiten Runde lief.

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Somit war es für mich nicht nur ein besonderes Erlebnis an einem wunderschönen Ort, sondern auch ein perfekter Abschluss von 2011. Und neben den vielfältigen Eindrücken nehm ich auf jeden Fall viel Motivation für das folgende Training mit. Nach einer kurzen Erholung startet nun das Mauritius Triathlon Camp: entweder swim - kite - bike oder run - kite - swim, die Belohnung für eine wirklich lange Saison.

Resulat: Rang 3./2.

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 Indian Ocean Triathlon | Mauritius 2011 | Webpage

 Indian Ocean Triathlon | Mauritius 2011 | Results 2011 (108 KByte)

 Indian Ocean Triathlon | Mauritius 2011 | Race Video

 Indian Ocean Triathlon | Mauritius 2011 | Triathlete Magazine

Fotos: Sport-support.at, Jean-Jacques FABIEN, Pascal Mamet


King of the Lake | EZF 46k | Attersee | 25.09.2011

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Zu guter letzt gabs noch ein Einzelzeitfahren beim King of Lake am Attersee, obwohl es in Bled am vorigen Wochenende schon sehr nach Saisonende roch, fanden sich rasch einige Gründe um es mit diesem Zeitfahren abzuschließen. Einerseits um einen abschließenden outdoor Stundenleistungstest zu haben, taktisch mal etwas anderes auszuprobieren und einen Vergleich mit den schnellsten Damen der heurigen ÖM im Zeifahren zu haben. Natürlich nicht zu vergessen: der inoffiziellen Vereinsmeisterschaft von adrenaline-forever.com beizuwohnen und ein lustiges Wochenende mit der kärntner und oberösterreichischen Fraktion zu verbringen.

Das Zeitfahren war dann ein klares Spiegelbild meiner heurigen Problematik am Rad, entweder von Beginn zu intensiv mit folgendem Leistungsabsturz oder einfach zu gleichmäßig ohne Risiko. Zwei Extreme und das Finden des richtigen Pacings wäre das Ziel gewesen. Leider ging ich es wieder einmal mit zu großem Sicherheitspolster an, sodaß erst die letzten 5km des Rennens den Namen "Einzelzeitfahren" verdienen. Das Resultat viel sehr eindeutig aus und ist ein deutliches Zeichen für die Trainingsplanung von 2011/2012.

Resultat: Rang 5.

 King of the Lake | Attersee | Results 2011 (34 KByte)

 King of the Lake | Attersee | Webpage

 Adrenaline-forever.com | King of Lake


Bled Triathlon | Slowenien | 1,5k - 40k - 10k | 17.09.2011

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Nach einer Woche Trainingspause samt Schnupfen und Oberschenkeln die nach mehr als eine Woche Pause riefen, war ich mir meiner Teilnahme in Bled nicht wirklich sicher. Meinem nicht unbedingt guten subjektivem Empfinden zum Trotz gab es dennoch einige Gründe die dafür sprachen und die leise Stimme ob es nicht an der Zeit sei die Saison als beendet zu erklären in der Hintergrund verdrängt. Die Information dass sich das Starterfeld in Bled nur auf etwa dreizehn Damen beschränkt bekam ich gemeiner Weise erst bei der Fahrt in Richtung Kärnten, hätte ich das vorher gewusst hätte ich meine Entscheidung bestimmt noch einmal überdacht. Sind bei einem Windschattenrennen einerseits sehr wenige Athletinnen am Start,und diese im Vergleich zu mir gute Schwimmerinnen hält sich meim Spass- und Erfolgsfaktor im Rennen definitiv in Grenzen.

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Die Streckenbesichtigung ließ auch keine wirkliche Vorfreude aufkommen, denn obwohl mir der Rundkurs von  6,7km sehr gut gefiel, sehr kurvig, mit zwei Wendepunkten und einem steilen Anstieg, war auf dieser Radstrecke volle Konzentration und Angriffslust gefragt. Und genau diese wollte sich an diesem Tag einfach nicht bei mir melden. Trotz allem war ich beim Startschuß um 13:55, fünf Minuten vor den Herren, hellwach und versuchte an den schnellsten Damen dranzubleiben, wenn auch nur kurz, bis ich zu weit nach links abbog, und so die Idealline und die Gruppe verließ. Aber vorne mitzuschwimmen wäre sowieso unmöglich gewesen, und mein guter Start war ein positives Zeichen und ich somit voll im Rennen. 

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Mein Rückstand auf die schnellsten Damen betrug nach dem Schwimmen etwa vier Minuten, was mich positiv stimmte, ich hätte mit durchaus mehr gerechnet. Mit der Idee so rasch als möglich auf Athletinnen vor mir aufzuschließen damit aus dem Windschattenbewerb auch tatsächlich einer wird für mich, fuhr ich sehr intensiv in die erste Runde. Und obwohl ich mir kaum bzw gar keine Gedanken zwecks Pacing und Einteilung machte und ich einfach nur aufholen wollte konnte ich die Intensität relativ gleichmäßig halten. Ob ich tatsächlich auf die ersten Damen etwas aufholen konnte war mir nicht bewusst, ich überholte einige Athletinnen vor mir, doch im Prinzip fehlte mir der Überblick. 

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An das Laufen und ob das nach meiner Aufholjagd überhaupt noch möglich sein würde verschwendete ich keine Gedanken und zum Glück wusste ich auch nicht was mich erwarten würde. Beim Einlaufen in die Wechselzone hatte ich die junge Ungarin Perlaky Agnes im Gepäck die ich auf der letzten Radrunde eingesammelt hatte und die mich gleich zu Beginn der Laufstrecke wieder verließ.  Die Laufstrecke direkt am See hatte durchaus ihre Tücken und erinnerte mich aufgrund der Steigungen an Monaco vor zwei Wochen. Auf der letzten der drei Laufrunden wurde ich noch von der Slowenin Zevnik Jana überholt, ich konnte mein Tempo nicht mehr erhöhen und war letztendlich froh ohne wirklichen Einbruch und trotz massiv schmerzender Oberschenkel ins Ziel zu laufen. 

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Zu meiner Überraschung wurde es der fünfte Platz, und insgesamt ein sehr hartes, aber konzentriertes Rennen, was mich in Anbetracht der etwas erschwerten Umstände im Vorfeld sehr freute.

Somit wurde es ein gelungener Abschluß vom Abschluß, und jetzt ist aber wirklich Schluß...

Bedanken möchte ich mich bei meinem unglaublichen Kärnter Fanclub, bei Marc, Marie, Tizian, Bernie und Erwin, sowie bei Lupo, fürs Anfeuern, die Motivation und ein spannendes Duell. Schön dass ihr alle dabei ward!

Resultat:  Rang 5./1. (Elite 2)

 Triathlon Bled 17.9.2011 OD | Ergebnis (238 KByte)

 Triathlon Bled | Webpage

 Adrenaline-forever.com | Bled Triathlon

Fotos: sport-support.at


World Medical Cycling Championships | Montichiari | 8.-11.9.2011

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Mit müden Beinen und schönen Erinnerungen hieß es zwei Tage nach dem Triathlon in Monaco Abschied nehmen von der Mittelmeerküste, die Reise ging weiter, und zwar nach Italien. Das genaue Ziel war Montichiari, der diesjährigen Austragungsort der World Medical Cycling Championships, wo ich einen sogenannten Titel im Einzelzeitfahren zu verteidigen hatte. Somit reisten wir weiter mit Sack und Pack, oder besser gesagt mit sechs Rädern im Gepäck, denn die World Medical Championships beinhalteten dieses Jahr auch ein Omnium auf der Bahn. Auf das neu erbaute Fassa Bortolo Velodrom von Montichiari freute ich mich besonders, da ich heuer noch keine Bahnrennen bestritt, zusätzlich natürlich auf ein paar schöne Tage in Italien samt spannender und gut besetzter Rennen.

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Leider war der Kontrast zu Monaco mehr als extrem, Montichiari erwies sich als sehr kleine, sehr ruhige, wirklich sehr ruhige Kleinstadt, die neben dem neu erbauten Velodrom und einer Vielzahl von Mosquitos nicht viel zu bieten hatte. Auch die Rennen waren bei den Damen überaus spärlich besetzt, scheinbar gibt es in Italien keine Medizinerinnen welche Radrennen fahren, eigentlich kaum zu glauben. Zur leicht sinkenden Motivation aufgrund der nicht vorhandenen Konkurrenz, und auch der etwas müden Rennorganisation schien sich auch noch eine Verkühlung anzubahnen, doch ich versuchte beides zu ignorieren und mich auf die zwei bevorstehenden Rennen zu konzentrieren.

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Auf der Bahn waren wir genau zwei Damen welche über die 200m Sprint und die 2000m Einzelverfolgung antraten, und den Sprint durfte ich als einzige gleich zweimal fahren. Nicht weil es mir so Spaß machte, sondern weil die etwas chaotische Rennleitung Probleme mit der Zeitnehmung hatte und meine Runde nicht gewertet wurde. Die 2000m gingen Gott sei Dank ohne Hoppala über die Bühne und am Ende des Tages bekam ich zwei Trikots übergestreift.

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Für das Zeitfahren am folgenden Tag erhoffte ich mir etwas mehr Teilnehmer, der Wunsch wurde unglaublich gnädig erhört, wir waren zu dritt. Bei der flachen Strecke über 9,4km ging es mir von Beginn an sehr gut, ich fühlte mich besser als erwartet, und konnte meinen Sieg vom Vorjahr wiederholen. Die Freude über den Erfolg hielt sich allerdings in Grenzen und auch wenn es ein tolles Training war, sind gute Rennen einfach vom Starterfeld abhängig. Es bestätigt wieder einmal, dass ich viel lieber bei einem dichten und stark besetzten Teilnehmerfeld am Start stehe als einsam am Podium und auf der Ergebnisliste.

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Ich hoffe dass diese Veranstaltung in den nächsten Jahren ihr Potential besser nützt, und mit guter Organisation und vielen Teilnehmern erfolgreich über die Bühne geht.

Bei mir stehen nun die ersten wirklichen Pausetage am Programm bevor es zum vielleicht jetzt wirklich letzten Triathlon nach Bled geht.

Fotos: sport-support.at


TriStar111 Monaco | 1k - 100k -10k | 4.9.2011:

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Schon fast am Ende einer langen Wettkampfsaison in der es wieder viele Bewerbe gab bei denen es nach ziemlichem Rückstand nach dem Schwimmen eine Aufholjagd am Rad erforderte um eine vordere Position zu erreichen, und nach einem ersten Ausflug auf die Mitteldistanz der sehr gemischte Gefühle hinterließ, stellte sich die Frage nach einem geeigneten Saisonabschluss, dem bisherigen Verlauf und meinen bisherigen Leistungen entsprechend. Die Mitteldistanz in Litschau ging sehr ungeplant und leider auch sehr ungepaced über die Bühne, was ein Sterben am Rad zur Folge hatte, und nach wie vor gibt es Zweifel ob dies eine Distanz sei, welche ich wiederholt bestreiten möchte. Die Age Group WM in Budapest vergangenes Jahr zeigte dass ich bei Großbewerben sehr gute Leistungen erbringen kann und dass ein schöner und gelungener Abschluss belohnende und motivierende Eindrücke zu hinterlassen vermag. All diese Überlegungen führten mich zum TriStar111 in Monaco, wo auf der 100km langen Radstrecke ein Rückstand nach 1km Schwimmen nicht so sehr ins Gewicht fallen würde und die 10km lange Laufstrecke meiner immer noch sehr schwankenden Laufleistung entgegen kommen könnte. So sollte es sein, eine für mich neue Distanz, zum ersten Mal ein Bewerb am Meer, auf zu den Franzosen!
Nach einem kurzen nächtlichen Zwischenstopp am Gardasee und um die lange Anreise nach Monaco so angenehm und Muskel freundlich wie nur möglich zu gestalten ging es Freitag früh die letzten 500 Kilometer Richtung Fürstentum. Der erste Blick auf die nur 2km² große Stadt war mehr als beeindruckend, riesig erscheinende Hochhäuser zwischen fürstlichen Gebäuden säumen den schmalen Küstenabschnitt und erklären die Bezeichnung "Manhattan des Mittelmeer". Verwinkelt und eng schlängeln sich die Straßen durch die Stadt, reges Treiben an allen Ecken, viel Verkehr, und mit dem Auto etwas schwer zu durchforsten.

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Der Triathlon Schauplatz selber war allerdings schnell zu durchblicken, der Startbereich am Lorvotto Beach, die Wechselzone in der Avenue Princesse Grace direkt am Strand, mit einem Ausgang auf die Radstrecke, und dem anderen Richtung Formel 1 Strecke. Somit ging es sofort daran einen Überblick über die 100km lange Radstrecke zu bekommen, die mit 2000Hm nach der ersten Auffahrt über Monaco und Beausoleil ins bergige Hinterland führt. Besonders die Abfahrten waren mir wichtig zu kennen, und so besichtigten wir manche Streckenabschnitte mit dem Auto, und die teilweise 10km langen Abfahrten mit vielen vielen engen Kehren mit dem Rad. Dass man hier sehr viel verlieren bzw gewinnen kann, wurde sofort klar, ebenso dass es wichtig war manche Stellen gut zu kennen, und dass es bergab ebenso anstrengend werden würde wie bergauf. Ich schaffte es einen groben Überblick zu bekommen, die Laufstrecke hingegen war sehr einfach zu besichtigen. 2,5 Runden, die Formel 1 Strecke durch den Tunnel und dreimal die 500m lange Steigung hinauf zum Casino. Diesen Hügel hatte ich im Vorfeld auf jeden Fall unterschätzt, erst beim Spaziergang wurde mir bewusst dass mir auch die Laufstrecke einiges abverlangen würde. Meine Wettkampftaktik als Resultat der Höhenprofile war einfach: am Rad nur nicht überziehen!! Besondere Erwartungen im Hinblick auf das Ergebnis hatte ich keine. Einen schönen Wettkampf zu haben ohne gröberen Einbruch, Spaß auf der Radstrecke und das Laufen bergauf halbwegs zu überstehen war mein erklärtes Ziel. Insgeheim hoffte ich auf ein Top 15 Ergebnis.

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Der Wettkampfmorgen versprach leider nicht das erwünschte Wetter. Dunkle Regenwolken säumten den Himmel und bereits kurz vor dem Start um 8:00 begann es zu regnen. Der Schwimmstart erfolgte vom Strand weg, die Profis und VIP's in der ersten Reihe, und ich gleich dahinter in der zweiten Reihe. Mag sein dass dies die falsche Taktik war, aber die unglaubliche Menschenmenge im Startbereich von fast 1000 Teilnehmern die sich alle gleichzeitig in die Wellen stürzen sollten ließen mich einen Platz ganz vorne erdrängeln. Und dann passierte natürlich das Naheliegende, ich wurde von hinten überrollt. Es zeigte sich der für mich wohl brutalste Schwimmstart den ich je miterlebt hatte, es wurde geschlagen und getreten als gäbe es kein Morgen. Bei jeder der zwei Bojen das gleiche Szenario, zwischendurch gab es nur kurze kontaktfreie Schwimmphasen. Heilfroh das Schwimmen hinter mich gebracht zu haben und wissend dass es bestimmt nicht die erhoffte Schwimmzeit wurde stieg ich bei strömenden Regen auf mein Rennrad.

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Beim Aufstieg aufs Rad vernahm ich die Zahl "zwölf", im ersten Moment war ich mir nicht sicher: Meine Schwimmzeit, Rückstand, Position? Nach kurzem Überlegen entschied ich mich für letzteres und die für mich überraschend gute Platzierung ließ mich den Regen vergessen und motiviert vom Strandabschnitt hinauf nach Beausoleil starten. Am ersten Kilometer war das Feld noch sehr dicht, die Straße war eng, und motiviert waren alle, und so überschätzten die meisten die erste Kurve hinauf, und bestimmt auch den Regen. Leider auch meine Wenigkeit bremste viel zu spät und auf der Idealline war Stau angesagt, Bremsleistung auf dem rutschig welligen Asphalt Fehlanzeige und wie ich es noch immer nicht glauben kann, stürzte ich gleich in der ersten Kurve. Zum Glück war bis auf eine Abschürfung am Knie nichts passiert und ich war auch sofort wieder "on course". Als ich den Ort des Geschehens verließ hörte ich im Hintergrund immer noch weitere Carbon Kampfgeräusche und riefen mir in Erinnerung, dass bei diesen Verhältnissen besondere Vorsicht geboten war. Eines war mir somit sofort bewußt, auf das Risiko für einen Downhill Zeit Bonus verzichte ich heute freiwillig.

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Die ersten 20km ging es stetig bergauf, ich fühlte mich sehr gut, versuchte mich aber so weit als möglich zurück zu halten, bzw. es nicht zu übertreiben. Gleichmäßig arbeitete ich mich die Serpentinen hinauf, das Wissen dass es bergab schwer zu fahren sein würde ließ mich bergauf doch etwas mehr investieren als ursprünglich geplant. Auf diesem Abschnitt überholte ich die erste Athletin vor mir, und nach der Labe am ersten höchsten Punkt ging es auf die erste und insgesamt schwerste Abfahrt der ganzen Strecke. Der Regen hatte sich zu dem Zeitpunkt eingestellt, die Straßen waren allerdings noch nass und sehr rutschig.
Auch wenn es aufgrund meiner Wahl der Laufräder in den Kehren bergab etwas schwieriger war, bin ich bergab prinzipiell normal nicht schlecht unterwegs, und wenn ich am Rad überholt werde, dann passiert das erstens selten, und zweitens nie bergab. Doch hier, nach den ersten Kehren überholte mich die Athletin welche ich vorher bergauf passiert hatte, plötzlich bergab! Wirklich schneidig fuhr sie an mir vorbei, ich war völlig perplex und zweifelte an all meinen Fähigkeiten am Rad, und ich staunte noch mehr als sie in der nächsten Kurve zu Sturz kam, und als wäre nichts geschehen sich sofort wieder aufs Rad schwang und weiter glühte. So etwas hatte ich noch nie erlebt, ich versuche hinter ihr zu bleiben und konnte nicht glauben was gerade passiert war. Die Selbstverständlichkeit mit der sie den Sturz wegsteckte und die Art und Weise wie sie die sehr engen Kurven fuhr hatte ich bei einer Frau im Triathlon noch nie erlebt.

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Einen Tag später weiß ich welche Athletin der Schwerkraft trotzte, es war die ehemalige Weltcupathletin und Slalomspezialistin, Vanessa Vidal. Nun ist mir auch alles klar, sie zählt bergab einfach zu einer anderen Liga. Eindrucksvoll war es auf jeden Fall.
Mit zunehmender Wettkampfdauer trocknete die Straße zum Teil auf, und bis km 80 ging es mir wirklich sehr gut, ich hatte in der Tat Spaß und konnte nach und nach Athletinnen einholen. Ab km 80 setzte wieder strömender Regen ein, ich spürte dass meine Beine müder und müder würden, und ab diesem Zeitpunkt wurde es etwas schwieriger für mich die Leistung konstant zu halten. Nichts desto trotz versuchte ich nicht nachzugeben und als ich auf den letzten Kilometern noch eine Athletin einholen konnte gelang es mir auch am letzten Abschnitt noch einmal alles zu geben.
An dieser Stelle gleich einmal ein riesen Dankeschön an Christian Lehner von Mavic für die zur Verfügung gestellten Cosmic Carbon Ultimate. Mit der Entscheidung für die ultraleichten Laufräder hatte ich etwas zu hoch gepokert und auf trockene Verhältnisse gehofft, und im nach hinein gesehen wären auf den nassen bergab Passagen meine R-Sys vielleicht die bessere Wahl gewesen. Aber eines war mir nach meinem Sturz schnell klar, ein zweiter Sturz muss nicht wirklich sein, somit kein Nachteil ohne Vorteil.

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Als 6.Frau kam ich in die Wechselzone, und ging nach einem sehr flotten Wechsel auf die Laufstrecke. Ich wusste dass ich mit schnellen Läuferinnen von hinten kommend rechnen musste, und nach etwa 2km überholte mich Adeleine Rausis. Ihr Tempo war mir eindeutig zu hoch, und als sich das erste Mal die Steigung zum Casino hinauf vor mir aufbaute kam mir der Gedanke es am Rad vielleicht doch etwas übertrieben zu haben. Mein Kreislauf machte mir Probleme, ich wusste wirklich nicht ob ich das Laufen durchstehen würde und rettete mich von Cola zu Cola. Ich kenne das Gefühl beim Laufen einzugehen nur zu gut, doch das hier war völlig anders. Geholfen hat auf jeden Fall die gute Stimmung entlang der Strecke und die Anfeuerungsrufe der Zuschauer, denn auch das bergab laufen war keine Erholung mehr. Zum Glück war mein Vorsprung nach dem Radfahren auf die weiteren Athletinnen hinter mir groß genug, dass ich nach dem dritten Mal hinauf zum Casino als 7.Frau endlich ins Ziel laufen konnte. Der Sieg ging an die Französin Daumas Johanna vor der Irin Mullan Eimear und der Schweizerin Bracher Barbara.

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Insgesamt war es der wohl härteste Wettkampf den ich je bestritten hatte, aber auch einer der beeindruckendsten. Die Skyline von Monaco, der wunderschöne bergige Küstenabschnitt, die anspruchsvolle Radstrecke, der Hafen und die unvergleichliche Stimmung auf der Formel 1 Strecke und beim Casino machten diesen Bewerb zu einem besonderen Erlebnis.
Mit dem Ergebnis dem 7.Gesamtrang und den 2.Platz bei den nicht PRO's bin ich mehr als zufrieden, mein insgeheimes Ziel wurde übertroffen, und die Reise nach Monaco zu einem passenden Saisonabschluss hat sich auf jeden Fall ausgezahlt.

Resulat: Rang 7./2. (W30)

 TriStars Monaco 2011 | Ergebnis (193 KByte)

 Star Events Webpage

Fotos: sport-support.at, marathon-photos.com


Sprinttriathlon Podersdorf | 750 - 20k - 5k | 28.8.2011

Als letzte harte Trainingseinheit vor Monaco mit anschließender langer Radausfahrt bot sich der Sprinttriathlon in Podersdorf als dafür geeigneter Wettkampf perfekt an. Zusätzlich war meine Mutter wie bereits vor zwei Jahren beim Ladies Tri in Breitenbrunn am Start, der am selben Tag, nur zwei Stunden später stattfand. Besser hätte das Timing nicht sein können.

Der Start in Podersdorf erfolgte um 9:00 früh mit der ersten Startwelle, die zweite folgte 15min später . Bei sehr windigen und welligen Verhältnissen und da der See scheinbar von 24° am Vortag auf 19° abgekühlt haben soll stürzten wir uns mit Neopren in die Fluten, im wahrsten Sinne des Wortes. Bei starkem Wellengang und umgeben von Athleten die scheinbar nicht sicher waren ob zu Gehen nicht doch die schnellere Fortbewegung sei versuchte ich mich nicht von den Wellen beeindrucken zu lassen, in Gedanken schon in Monaco im Mittelmeer.

Mit etwa 2min Rückstand kam ich aus dem Wasser, leider trennte ich mich in der Wechselzone nicht nur von meinem Neopren sondern auch von meinem Chipband, der Klettverschluss hatte seine Funktion für erledigt betrachtet und wollte um die Burg nicht mehr haften. Fast eine halbe Minute ging damit verloren, umso entschlossener ging ich auf die Radstrecke. Trotz starkem Wind brachte ich guten Druck auf das Pedal und fühlte mich um einiges besser als in St.Johann nur wenige Tag zuvor. Als zweite Frau ging ich auf die Laufstrecke, und auch hier ging es mir vom ersten Kilometer an überraschend gut. Etwa drei Minuten hinter der Erstplatzierten Tanja Strohschneider und etwa eine Minute vor Lena Pernold lief ich als vermeintlich zweite Frau in Ziel. Im Endeffekt wurde es dann der 3.Platz, denn Viktoria Schenk, welche in der zweiten Startwelle gestartet war, unterbot meine Zeit um acht Sekunden.
Bis auf das Hoppala beim ersten Wechsel bin ich sehr zufrieden und bereit für den TriStar111 in Monaco.
Meine Mutter konnte beim Ladies Tri in Breitenbrunn den Sieg ihrer Altersklasse wie vor zwei Jahren wiederholen, und somit wurde es für uns beide ein erfreuliches Triathlon Wochenende.

Resultat: Rang 3./1. (Elite2)

 Triathlon Podersdorf | Veranstalter

 Triathlon Podersdorf | Ergebnis 2011 (135 KByte)


WMCF - Masters Cycling Classic - EZF 20k | St. Johann/Tirol | 24.08.2011

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Nur zwei Tage nach dem Triathlon in Mondsee galt es mich meiner aktuellen Schwäche am Rad zu stellen, und zwar auf der flachen Strecke der Masters WM in St.Johann. Dass ich an diesem Tag keine besondere Leistung erbringen würde war klar, dafür waren die zwei Tage Regeneration zu wenig gewesen. Zum einen sah ich dieses Rennen als eine Formüberprüfung meiner aktuellen Leistungsfähigkeit im Flachen, zum anderen war es auch ein Test des Kuota Kalibur. Die hohen Temperaturen an diesem Tag machten es nicht unbedingt leichter, und somit war das Ergebnis meiner Schwäche, meiner muskulären Müdigkeit und der Hitze entsprechend. Und eines war mir und meinem SRM bereits nach wenigen Kilometern klar, Weltmeisterin im Flachen werde ich dieses Jahr keine mehr.
Das Kuota Kalibur hat den Test mit bravour bestanden, und meine Beine haben sich nun eine Pause verdient.
Den Weltmeistertitel in der Klasse F1 holte sich wieder Posch Doris vor den beiden Deutschen Schütz Adelheid und Wirths Tina.

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Resultat: Rang 9. (F 1)

 Masters WM | Webpage

 Masters WM | Ergebnis 2011 (879 KByte)

Fotos: sport-support.at


51.5 Mondseeland Triathlon | 1,5k - 40k - 9,85k | 21.08.2011

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Der Mondseetriathlon gehört für mich zu den Wettkämpfen die einen besonderen Stellenwert haben und mittlerweile haben dieser Bewerb und ich schon eine eigene Geschichte.
Das erste Mal nahm ich 2007 daran teil, das Jahr in dem ich meine erste olympische Distanz bestritt. Ich beendete das Rennen damals als 19., ich war einerseits platzierungsmäßig irgendwo, andererseits am Beginn meiner Triathlon "Karriere". 2008 fand er nicht statt, 2009 wurde ich 7., und wiederholte dieses Ergebnis im Jahr 2010. Dieser Bewerb war schon immer sehr gut besetzt, und doch wurde mir beim Durchklicken der Ergebnislisten der vergangenen Jahre wieder einmal bewusst wo ich damals begonnen und was sich leistungsmäßig in diesem Zeitraum alles getan hatte. Was in Anbetracht fortwährender kritischer Betrachtungsweise der eigenen Leistung ab und an ganz gut ist.
Trotz der deutlichen Leistungsverbesserung war es in Mondsee immer das Schwimmen welches mir dort stets mehr Probleme machte als bei anderen Bewerben. Der unruhige und wellige See machte es mir immer sehr schwer und ich war gespannt wie er sich dieses Jahr mir zeigen würde.

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Die Damen starteten gemeinsam mit den Profis in der ersten Startwelle um 8:00 früh, und obwohl mich das Neoprenverbot aufgrund der warmen Seetemperatur zu Beginn sehr freute, hatte ich doch meine Probleme damit. Der See war wieder sehr unruhig, das Zurückschwimmen an Land war sehr schwer, vom Licht, den Wellen und der Orientierung. Weit entfernt von einer Idealline und etwa eine Minute entfernt von meiner erwarteten Schwimmzeit stieg ich als 7. Frau aufs Rad.

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Der erste hauptsächlich flache Streckenabschnitt liegt mir nicht besonders, trotzdem konnte ich nach etwa 5km die Deutsche Eger Susi einholen und freute mich auf den zweiten technisch sehr anspruchsvollen Teil der Radstrecke. Nach der Plagerei folgte endlich der hügelige Spaß und ich konnte noch Lydia Bencic passieren. Mit anfänglich sehr müden Beinen ging ich als 5. auf die Laufstrecke und kam erst beim ersten bergab laufen durch Mondsee in Schwung und konnte mein Tempo gut und gleichmäßg bis ins Ziel laufen. Nur Sigrid Mutscheller konnte mich noch einholen welche bei den Damen den schnellsten Laufsplit auf den Asphalt brachte.

Das Resultat, der 6. Platz ist gewiß etwas undankbar, in Anbetracht des guten Starterfeldes kann ich aber durchwegs zufrieden sein.
Etwas ärgerlich ist nur der zu große Rückstand nach dem Schwimmen, zu einer Aussöhnung mit den Tücken des Mondsee kam es leider nicht, und bleibt somit nach wie vor auf meiner Liste.

Resultat: Rang 6./4. (Elite2)

 Mondseelandtriathlon | Webpage

 Mondseelandtriathlon | Ergebnis 2011 (193 KByte)

Fotos: sport-support.at


WEM - Waldviertler Eisenmann | 2,3k - 84k - 21k | 14.08.2011

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Bereits die letzten beiden Jahre wurde ich immer wieder mit der Frage konfrontiert warum ich mich nicht einmal über eine Mitteldistanz versuche, und auch selber fragte ich mich immer häufiger wie es mir wohl dabei ergehen würde. Weder mein Trainingsplan noch mein Wettkampfkalender waren bisher darauf abgestimmt gewesen und ich hatte immer Scheu davor ohne richtige Vorbereitung irgendwo an den Start zu gehen. Die Entscheidung beim TriStar111 in Monaco als Saisonabschluß teilzunehmen, ein Bewerb mit 100km am Rad und 2000 Höhenmetern sprach allerdings für den Waldviertler Eisenmann. Die anspruchsvolle Radstrecke sollte im Hinblick auf das Höhenprofil eine gute Vorbereitung für Monaco sein, dann was mir eindeutig fehlten waren Höhenmeter in meinen Radausfahrten.
Dass es trotzdem ein Experiment werden würde war klar, und Erwartungen gab es keine. Dass es leichtere Mitteldistanzen gibt war mir bewusst, und besonders das Laufen aufgrund meiner immer noch verletzten Zehe war mehr als ein Versuch.

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Schon das Schwimmen gestaltete sich sehr einsam, denn gleich nach dem Startschuss teilte sich das kleine Damenfeld rasch auf und ich verpasste den Anschluss an eine Gruppe. Somit durchschwamm ich den Herrensee zweimal alleine, und es fiel mir wahrlich nicht leicht.
Als 6. Nach dem Schwimmen ging es auf die Radstrecke, dass es wieder einmal regnete wunderte mich nicht, mittlerweile ein gewohntes Szenario. Obwohl es mir im Prinzip klar war dass auf den 82km die richtige Einteilung um weitaus wichtiger sein würde als auf der olympischen oder Sprintdistanz schafft ich es nicht mich daran zu halten. Ausschlag dafür war die 5. Platzierte die ich nach wenigen Kilometern vor mir erspähte und jeglichen Pacing Gedanke zunichte machte. Zu sehr wollte ich sofort einen Platz gut machen, und zu intensiv wurde im Endeffekt ein Großteil der ersten Runde. Schon in der zweiten Radrunde sank meine Durchschnittsleistung und Verzweiflung machte sich breit. In der dritten Runde allerdings erfolgte das richtige Sterben und ich hatte jede Mühe überhaupt zurück zur Wechselzone zu kommen. Ich hätte es mir nicht schlechter einteilen können, und die Tatsache dass ich mich mitunter wie der letzte Mensch im Waldviertel fühlte war nicht unbedingt hilfreich. Gesellt sich zur Verzweiflung auch die Einsamkeit gibt es aus dem absoluten Watt Tief kein Entrinnen mehr.

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Beim Laufen passiert mir das nicht, war der vorherrschende Gedanke auf der ersten der vier Runden um den See. Da man die Laufstrecke ebenso, auf Waldwegen, hinauf, hinab, durchaus als anspruchsvoll bezeichnen kann und meine Zehe nicht schmerzfrei war wartete ich die ersten 10km ab um zu entscheiden ob es Sinn macht weiterzumachen oder den Wettkampf zu beenden.
Ein erklärtes Ziel vor dem Wettkampf war, im Hinblick auf Mondsee eine Woche darauf nicht bis ans Ende der Kräfte zu gehen, dafür war mir ein gutes Ergebnis in Mondsee zu wichtig.
Nach der Hälfte der Laufstrecke, nach etwa 10km lag ich immer noch auf Position 5, mit ausreichendem Vorsprung auf die Athletin hinter mir. Dachte ich zumindest, reduzierte deutlich das Tempo, und wollte locker fertig laufen. Etwas zu locker, in Gedanken war ich schon längst im Ziel, bei der Regeneration für Mondsee, als wie aus dem Nichts plötzlich einen Kilometer vor dem Ziel, am letzen Stück bergauf die vermeintlich weit hinter mir liegende Ungarin neben mir auftaucht und mich tatsächlich überholt. Vorbei die Träumerei, wieder hellwach, das darf doch wahr sein. Bergauf versuchte ich dicht hinter ihr zu bleiben, und mein erster Gedanke war sie dann bergab die letzen 500m am Startplatz zu attackieren, doch zu groß war meine Ungeduld. Ich überholte sie zurück, noch bergauf, sah sie oben im flachen im Schaufenster dicht hinter mir, und bergab gab ich dann noch alles was übrig war. Sie schaffte es nicht mein Tempo mitzugehen und mit einem scharfem Vorsprung von fünf Sekunden und einer maximalen Laktatansammlung in den Beinen rettete ich meinen 5. Platz ins Ziel.

Danke an alle Helfer von Tri Team Chaos, meine persönlichen Betreuer und Sprinter Marc & Wulf, sowie Patrick, Pauli und Lupo für die speziellen Motivationsaspekte. Nebenbei natürlich eine riesen Gratulation an Lupo für seine sensationelle Leistung.

Resultat: 5./4. (Elite2)

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 Waldviertler Eisenmann | Ergebnis 2011 (69 KByte)

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Triathlon Zell am See | 1,5 - 40k - 10k | 30.07.2011

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Mit Zell am See stand der dritte Wettkampf in drei Wochen am Programm und nach den ungemütlichen Temperaturen beim Mostiman war der Wunsch nach Sonnenschein größer denn je. Leider wurde mein Wunsch nicht erhört, am Wettkampftag selber gab es zwar fast keinen Regen, aber Temperaturen um die 16° und zum Teil regennasse Streckenabschnitte, Bedingungen die wieder einen sehr anspruchsvollen Wettkampf versprechen ließen.
Nach einer sehr bescheidenen Schwimmleistung und einer guten Radzeit im Vorjahr lag mein Schwerpunkt heuer einerseits darauf den Rückstand nach dem Schwimmen so gering wie möglich zu halten, andererseits meine Stärke am Rad so gut als möglich einzusetzen. Was auf dieser Strecke auch kein Problem werden sollte, die Streckenführung kommt mir sehr gut gelegen, sehr abwechslungsreich, viele Kurven, Brücken, Kreuzungen und eine längere Steigung kurz vor der Wende mit darauffolgender schneller Abfahrt. Ich freute mich darauf, und beim Start um 15:35, fünf Minuten nach den Herren, war ich sehr konzentriert und bereit von Anfang bis zum Ende mein Bestes zu geben und eine bessere Leistung zu bringen als beim Mostiman vor einer Woche.

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Der Schwimmstart in der Damen Startwelle verlief reibungslos und das Feld zog sich schnell auseinander. Ich war im vorderen Drittel gelegen, konnte nach der ersten Boje noch auf eine Konkurrentin vor mir aufschließen und stieg schließlich nach zwei sehr gleichmäßigen und fokusierten Schwimmrunden als vierte Dame aufs Rad. Hier versuchte ich von Beginn an konstant an meiner Schwelle zu fahren, in den Kurven konzentriert zu bleiben, und bei der Steigung kurz vor der Wende nicht zu überziehen. Bis nach der Abfahrt in Kaprun, die aufgrund der nassen Fahrbahn in den Kurven deutlich langsamer zu fahren war als im vorjahr, konnte ich zwei Athletinnen vor mir einholen und fuhr an Position zwei gelegen die wellige Strecke zurück nach Zell am See. Natürlich wollte ich auch noch die Führende Frau einholen, überholte nach und nach einzelne Männer die ja fünf Minuten vor den Damen gestartet waren, und schon kurz vor der Abbiegung zurück nach Zell tauchte eine größere Gruppe vor mir auf. Wenige Meter nach der Abbiegung hatte ich zu dieser aufgeschlossen, und es war sofort klar dass ihr Tempo nicht dem meinen entsprach und ich möglichst schnell an der Gruppe vorbeigehen würde. Das machte ich dann auch, mit dem einen oder anderen vielleicht etwas radikalen Überholmanöver. Ich wusste von meiner Aufholjagd dass ein Wettkampfrichter diese Gruppe schon eine Weile im Visier hatte und ich wollte ganz bewusst deutlich machen dass ich mich nicht dieser Gruppe anhänge sondern sofort davon distanziere. Ich investierte kurzfristig um auf diesem welligen Abschnitt möglichst schnell zu überholen und dann wieder mein Tempo weiterzufahren. Scheinbar war dem Wettkampfrichter meine Aktion entgangen, zuerst dachte ich auch ich hätte zu radikal überholt, auf jeden Fall bekam ich die schwarze Karte. Was soll das jetzt? Ich war keine Sekunden im Windschatten, investierte voll um möglichst rasch an der Gruppe vorbeizukommen, und es war mehr als deutlich dass ich diese Gruppe von hinten kommend eingeholt hatte. Was würde es für einen Sinn machen für mich mit einer Gruppe von Männern zu fahren die fünf Minuten vor mir gestartet waren und ich nach 30km eingeholt hatte??

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Die Sinnfrage war leider fehl am Platz, meine Motivation dahin, nach Linz nun schon wieder so eine unglaubliche Fehlentscheidung, ich war ganz knapp davor abzusteigen und zurück zu wandern. Irgendwas ließ mich dann doch weiterfahren. Die letzten Kilometer vor der Wechselzone fuhr ich wieder auf eine Gruppe auf, der Verkehr bei der Ortseinfahrt ließ ein Überholen nicht zu, und so tuckerte ich die letzten sechs Kilometer mit 170 Watt und großem Sicherheitsabstand, verunsichert und resigniert Richtung Wechselzone. Beim Einfahren in die Wechselzone sah ich die Führende Maria Weißenbacher gerade auf die Laufstrecke gehen, so knapp war nur mehr mein Rückstand! Zu allem übel rammte mich nach dem Absteigen vom Rad ein Mann von links kommend, er bemerkte scheinbar zu spät dass er zur anderen Seite der Wechselzone musste, ohne Rücksicht auf seine Umgebung. Er rempelte mich, scheinbar um den Sieg kämpfend, ich konnte in letzter Sekunde noch einen Sturz verhindern und stolperte unglücklich über meine linke Großzehe. In die Penalty box humpelnd, sah den Wettkampfrichter, erklärte ihm die Situation, dass ich aufgeholt hatte, keine Sekunde mit der Gruppe mitfuhr, die alle eine langsamere Radzeit hatten als ich und es nicht sein kann dass ich jetzt eine Zeitstrafe absitze. Er meinte er habe die ganze Gruppe gestraft, und jede Diskussion wäre zwecklos. Eigenartig war nur dass ich die einzige in der Penalty box war...Scheinbar bekamen andere nur eine Verwarnung, und der Ergebnisliste ensprechend war ich der einzige Athlet der tatsächlich vier Minuten absitzen musste. Wie auch immer, ohne viel nachzudenken, lief ich die zehn Kilometer fertig, ich lag immer noch an Position zwei, und die letzten fünf Kilometer begann meine Zehe mehr und mehr zu schmerzen. Ich versuchte es zu verdängen, der Wettkampf war sowieso für mich gelaufen, und ich wollte ihn nur mehr irgendwie zu Ende bringen. Somit wurde ich zweite Frau hinter Maria Weißenbacher und vor meiner Part Time "Schwimmtrainingsschleiferin" und Lieblingsnachbarin Lena Pernold.

Mit einer lädierten Großzehe, zum Glück laut Röntgen nicht gebrochen, sondern nur gestaucht, wieder einer absolut unverständlichen und ungerechtfertigten Entscheidung der Wettkampfrichter, ist mir ehrlich gesagt der Spass deutlich vergangen. Ich hätte in dieser Situation nicht anders handeln können, nicht fairer handeln können, und dennoch wurde mir ein sehr guter Wettkampf und die Chance auf einen möglichen Sieg wieder einmal vertan. Die Anreise von fast 700km hat sich in diesem Fall für den ganzen Ärger nicht ausgezahlt.
Für mich heisst es jetzt einmal Laufpause, warten bis sich die Zehe wieder erholt hat, bis der Ärger verraucht ist, und dann meine weitere Wettkampfplanung zu überdenken.

Zum Trost geht es nun zu meinem ärmelosen Kampfschwimmer und Triathlonmitstreiter Lupo für eine Woche nach Kärnten zu Urlaub bei Freunden.

Resultat: Rang 2./1. (Elite2)

 Triathlon Zell am See | Webpage

 Triathlon Zell am See | Ergebnis 2011 (133 KByte)

Fotos: sport-support.at


Mostiman | 1,5k - 38k - 10k | 24.7.2011

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Nur eine Woche nach strahlendem Sonnenschein und sommerlichsten Temperaturen in Kärnten zeigte sich Niederösterreich von seiner wohl ungemütlichsten Seite. Regenschauer und knappe 15°erwarteten die Starter beim Mostiman in Wallsee, und obwohl mir normaler Weise solch unwirtliche Umstände weniger ausmachen, wurde es für mich trotzdem ein Wettkampf bei dem leider nicht alles so lief wie erwartet.

Mein Schwimmstart war dieses Mal nicht optimal, ich hatte das Gefühl im Getümmel zu stecken und kam nur sehr schwer weg. Sonst fühlte ich mich beim Schwimmen ganz gut, und die Zeit entspricht mehr oder weniger meiner momenten Schwimmperformance. Den Radsplit eröffnete ich dann gleich bei der ersten Steigung kurz nach der Wechselzone mit einem kleinen Hoppala und legte die Kette ab. Scheinbar muss mir das einmal im Jahr passieren. Trotz der kurzen Kettenpause war ich nach der ersten Radrunde noch ganz gut dabei und konnte meinen Rückstand zumindest konstant halten. In der zweiten Radrunde vergrößerte sich leider trotz brav kontrollierter Leistung mein Rückstand um knapp zwei Minuten. Somit war der Zug nach vorne nun definitiv abgefahren.

Die Katastrophe schlecht hin war dann allerdings das Laufen. Mit unglaublich kalten und krampfenden Beinen versuchte ich vergeblichst ins Laufen zu kommen, was mir schließlich auch gelang, leider erst nach langen 8km.
Mit dem Ergebnis, dem 6. Platz bin ich nicht unzufrieden, nur der Rückstand spricht für einen sehr verregneten Tag. Der Sieg ging an die Ungarin Forro Szofia, vor Simone Fürnkranz und Renate Forstner.

Resultat: Rang 6./5. (Elite2)

 Mostiman | Webpage

 Mostiman | Ergebnis 2011 (128 KByte)

Fotos: sport.support.at


Triathlon Gösselsdorfersee | 500 - 32k - 7k | 16.7.2011

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Obwohl Gösselsdorf ursprünglich nicht auf meinem Wettkampfkalender stand entschloss ich mich doch, zwar kurzfristig, aber mit Freude, die Reise nach Kärnten anzutreten. Grund dafür war nach Linz das Notwendige mit dem Gesellschaftlichen zu verbinden, um gute Freunde wieder zu sehen, und ihrem Triathlondebut beizuwohnen.

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Trotz der etwas chaotischen Rennvorbereitung mit zwei Wechselzonen und der Anreise mit dem Bus zum Schwimmstart gelang es mir schließlich konzentriert am Start zu stehen und gleich zu Beginn gut wegzuschwimmen. Als 2. Dame verließ ich die unglaublich lange Wechselzone und konnte nach etwa 5km am Rad die Führung übernehmen. Meine Beine fühlten sich wie schon in Linz sehr gut an und es gelang mir meine angepeilten Wattwerte gleichmäßig zu halten. Ich fuhr einen sehr engagierten Radsplit, gefolgt von einem schnellen Wechsel zum Laufen, und ich fand auch hier relativ schnell meinen Rhythmus.Etwas verwundert vernahm ich nach etwa 200m das Antreffen meiner Verfolgerinnen in der Wechselzone, ich hatte mir doch etwas mehr Vorsprung erwartet, im Endeffekt war es nur eine Minute. Ab diesem Zeitpunkt rechnete ich permanent mit einer Attacke von hinten, ich versuchte mein Tempo zu halten und blieb bis km3 in Führung. Diese wurde mir dann nicht wie erwartet von Martina Donner abgenommen, sondern von einer jungen Slowenin, dich mich kurz vor dem Anstieg überholte und deren Tempo ich am Berg nicht mitgehen konnte. Die letzten zwei Kilometer die dann nur mehr flach und leicht bergab gingen konnte ich mein Tempo noch einmal erhöhen und lief an zweiter Position, etwa 45 Sekunden hinter der Slowenin und eine Minute vor Martina Donner ins Ziel.

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Mit der Schwimmzeit und im speziellen mit der Laufleistung bin ich sehr zufrieden. Denn besonders bei hügeligen Strecken hatte ich bisher immer Schwierigkeiten und diesmal konnte ich mein Tempo konstant laufen und zum Schluß sogar noch zusetzen.

Es war schön mit lieben Freunden am Start zu stehen und die Reise nach Kärnten hat sich auf jeden Fall ausgezahlt.

Resultat: Rang 2./1. (Elite2)

 Triathlon Gösselsdorfersee | Webpage

 Triathlon Gösselsdorfersee | Ergebnis 2011 (135 KByte)

Fotos: sport-support.at


Steeltownman | 1,5 - 40k - 10k | 9.7.2011

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Der Steeltownman sollte ganz ein spezieller Wettkampf werden, und nicht nur aufgrund der heissen Temperaturen werde ich ihn lange in Erinnerung behalten.
Wettkämpfe in Oberösterreich sind prinzipiell immer besonders für mich, vor allem wenn er in Linz statt findet, nur wenige Kilometer von meinem Heimatort entfernt. Auch die Streckenbesichtigung eine Woche zuvor trug einen Großteil zur Vorfreude bei. Die Radstrecke mit vier Runden, vielen Kurven, fast flach, erinnerte an ein Kriterium und versprach einen sehr abwechslungsreichen Radsplit, im Prinzip das was mir liegt und mir Spass macht. Wenige Tage vor dem Wettkampf stürzte ich leider bei einer Trainingsfahrt mit dem Rad, und auch wenn glücklicher Weise nicht viel passiert war, machte er doch den Start am Wochenende ungewiß. Schließlich weiss ich selber am besten was ein Antreten bei einem Wettkampf mit einer leichten Verletzungen für Folgen haben kann, in der Praxis sehe ich das nur zu oft. Am Wettkampftag selber hatte ich genug Zeit eine Entscheidung zu treffen, der Start für die  olympische Distanz war erst um 17:00, und da es mir relativ gut ging entschloss ich mich es zu versuchen und die Fahrt nach Oberösterreich anzutreten.

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Der Pichlingersee kochte. Zum einen hatte es über 30°, und zum anderen waren bei meiner Ankunft gerade die Athleten über die Sprintdistanz auf der Laufstrecke, und nicht zu vergessen die zahlreichen Badegäste. Zu meiner großen Freude gab es aufgrund der Temperaturen ein Neoprenverbot, ich schwimme eindeutig lieber und eindeutig besser ohne Neo. Beim Schwimmen galt es zwei Runden zu absolvieren, mit einem kurzen Landgang, und es gelang mir diese sehr gleichmäßg, und sehr konzentriert zu schwimmen. Schon beim Wechsel zum Rad war mir bewußt dass ich gut platziert war und etwa zwei Minuten Vorsprung auf meine Hauptkonkurrentin an diesem Tag, Daniela Rechberger, hatte. Am Rad fuhr ich los als gebe es kein Morgen, entschlossen diesen Vorsprung auszunützen, und nach wenigen Kilometern übernahm ich die Führung. Das einzige was mich bremste waren die Athleten vor mir, die scheinbar die Radstrecke nicht besichtigt hatten oder in den Kurven mit nicht vorhandenen Gefahren rechneten. So fuhr ich in den Kurven hin und wieder auf die Männer vor mir auf. Ich konnte kaum eine Kurve so fahren wie besichtigt, und ich staunte nicht schlecht als plötzlich ein Wettkampfrichter samt gezückter schwarzer Karte neben mir auftauchte. Ich fragte ihn ob er denn tatsächlich mich meinte, doch es war keiner hinter und keiner vor mir, somit war die Frage beantwortet und der Wettkampfrichter wieder weg. Für mich war es als ob mir plötzlich jemand den Antrieb geraubt hätte, ich konnte es nicht fassen, der Grund für diese Penalty war mir völlig schleierhaft. In der dritten Radrunde suchte ich nochmal die Diskussion mit diesem Wettkampfrichter, in der vierten Runde wiederholt, mit einem anderen Wettkampfrichter, natürlich völlig sinnlos, und mir Kraft und Zeit raubend, doch ich wollte es nicht glauben. Ob ich den Wettkampf beenden würde war mir nicht klar, auch nicht während der langen vier Minuten in der Penalty box, als Daniele Rechberger als führende Dame auf die Laufstrecke ging und meine Chance auf den Tagessieg mitnahm. Nach Ablauf der vier Minuten lief ich dann einfach los, an mittlerweile dritter Position, mit dem klaren Ziel vor Augen als zweite Dame mit weniger als vier Minuten Rückstand ins Ziel zu kommen.

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Das Laufen war mehr als hart, es war immer noch heiss, und die zwei Runden um den See mit zwei leichten Steigungen erbarmungslos. Nach einem harten Kampf, gegen die ungerechtfertigte Zeitstrafe, gegen den Wunsch wegen Sinnlosigkeit das Rennen zu beenden, lief ich als zweitplatzierte, 3:52 hinter Daniela Rechberger ins Ziel.
Es ist sehr schade dass der Wettkampf auf diese Weise entschieden wurde, doch es gibt Tage an denen man es nicht selber in der Hand hat wie das Endergebnis aussieht. Und auch wenn es schwerfällt ist es besser über manche Entscheidungen zu lachen als sich unnötig zu ärgern, besonders wenn man selber keinen Einfluß darauf hat. Mit meiner persönlichen Leistung an diesem Tag bin ich sehr zufrieden, und ich bin froh das Rennen nicht vorzeitig beendet zu haben.

Resultat: Rang 2./2. (Elite2)

 Steeltownman | Webpage

 Steeltownman | Ergebnis 2011 (102 KByte)

Fotos: Sport-support.at, Barbara Seiberl

Triathlon Neufeld | 1,5k - 40k - 10,6k | 19.6.2011

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Zwei Tage nach dem letzten Zeitfahren des Wienerwaldcups und vor einer intensiven Trainingswoche am Gardasee stand wieder einmal der Triathlon in Neufeld über die olympische Distanz am Programm. Als Abwechslung diesmal nicht bei erbarmunslos heissen Temperaturen wie im Vorjahr, diesmal lockte der Neufeldersee mit kühlem Regenwetter.
Kurz vor dem Start hatte der Wettergott ein Einsehen, der Regen hörte auf, und der Triathlon konnte beginnen. Beim Schwimmen fühlte ich mich relativ gut, ich konnte meine Schwimmzeit vom Vorjahr um über eine Minute verbessern und stieg als zweite Dame mit etwa einer Minute Rückstand aus dem Wasser. Am Rad konnte ich nach sechs Kilometern die Führung übernehmen, hatte aber Probleme aufgrund der ungewohnt kühlen Temperaturen wirklich warm zu werden. Es fiel mir schwer die angepeilten Wattwerte zu halten, versuchte mit erhöhter Trittfrequenz meine muskuläre Starre zu verbessern und quälte mich über die zwei Radrunden.

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Auf der Laufstrecke versuchte ich von Beginn an ein gutes Tempo zu laufen, es galt meinen Vorsprung zu halten und die Beine fühlten sich etwas besser an wie zuvor am Rad. Da nach der ersten Laufrunde mein Vorsprung konstant bei fünf Minuten blieb konnte ich die letzten zwei Kilometer mein Tempo reduzieren und lief als erste Frau (alias Angelika Schramm), vor Blahova Silvia und Wabnig Jutta ins Ziel.

Danke an Angie fürs Übertragen des Startplatzes, die Menge kennt nun deinen Namen und einem Sieg von dir im nächsten Jahr steht nichts mehr im Wege.

Der Wettkampf war für mich eine gute Leistungsüberprüfung vor der Trainingswoche am Gardasee, es gilt weiterhin an der Schwimm- und Laufleistung zu arbeiten, und ich freue mich auf die vielen Höhenmeter die ich uphill und downhill mit dem Mountainbike absolvieren werde.

Resultat: Rang 1.

 Triathlon Neufeld | Webpage

 Triathlon Neufeld | Ergebnis 2011 (161 KByte)

Fotos: sport-support.at

1.Traun-Triathlon | 500 - 20k - 6k | 29.5.2011

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Resultat: Rang 2.

 1.Trauntriathlon | Webpage

 1.Trauntriathlon | Ergebnis 2011 (32 KByte)

Fotos: sport-support.at

Triathlon Großsteinbach | 750 - 22k - 5k | 14.5.2011

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Resultat: Rang 2./1. (Elite2)

 Triathlon Großsteinbach | Webpage

 Triathlon Großsteinbach | Ergebnis 2011 (77 KByte)

Fotos: sport-support.at


Triathlon Obergrafendorf | 1,4k - 40k - 10k | 7.5.2011.

Resultat: Rang 4./3. (Elite2)

 Triathlon Obergrafendorf | Webpage

 Triathlon Obergrafendorf | Ergebnis 2011 (91 KByte)


Braunauer Sprinttriathlon | 600 - 29k - 6k | 1.5.2011

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Mit dem Sprinttriathlon in Braunau eröffnete ich die Triathlonsaison 2011, bereits zum vierten Mal stand ich dort am Start, im Freibad von Braunau, und es gibt wohl kaum einen stressfreieren Schwimmstart als mit vier Athletinnen auf einer 50m Bahn. Die Radstrecke war heuer etwas geändert worden, Schwimmstrecke im Becken und Laufstrecke waren von den Jahren zuvor mehr als vertraut.

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Der einzige Unsicherheitsfaktor war dieses Jahr allerdings meine Trainingsform. Nach einer sehr guten Vorbereitung im Winter fehlten mir aufgrund verschiedenster Faktoren von Februar bis April die Trainingsstunden. Es war mir nicht möglich gewesen regelmäßig und konzentriert zu trainieren, zusätzlich befand ich mich gerade im Umzug und somit stand ich meinem Start in Braun mit großer Unsicherheit gegenüber.
War es die Ungewißheit wie sich die Unregelmäßigkeit meines Trainings auswirken würde, oder waren es die drei Stunden Schlaf in der Nacht vor dem Wettkampf, es war auf jeden Fall so wie wenn ich neben mir stehen würde, vom Startsignal weg bis zum letzten Laufkilometer. Es war mir nicht möglich mich körperlich wirklich zu belasten, mein Motor kam einfach nicht zum Laufen. Ich rettete mehr schlecht als recht einen vierten Platz ins Ziel, der Sieg ging an Daniela Rechberger vor Andrea Höller und Simone Steinecker.

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Der Saisonauftakt hätte klarer Weise erfreulicher über die Bühne gehen können, doch im Prinzip war es nicht anders zu erwarten. Fehlt im Training der Fokus und die Energie wirkt sich das ungelogen auf die Leistung aus. Für mich gibt es nun nur eines, diesen Wettkampf abzuhaken, meine gewohnte Regelmäßigkeit im Training wiederzufinden und die ersten Wettkämpfe als Formaufbau zu sehen. Schließlich liegt noch eine lange Saison vor mir!

Resultat: Rang 4./3. (Elite2)

 Sprinttriathlon Braunau | Webpage

 Sprinttriathlon Braunau | Ergebnis 2011 (7 KByte)

Fotos: sport-support.at


STATS

Indian Ocean Triathlon | Mauritius | 1,8k - 55k -12k | 13.11.2011: Rang 3./2.
Er&Sie Lauf | Wien | 4k | 6.11.2011: Rang 8. (Paarwertung mit Robert Bauer)
LCC Herbstmarathon | Wien | 7k | 23.10.2011: Rang 3.
King of the Lake | Attersee | 46k | 25.9.2011: Rang 5.
Bled Triathlon | Slowenien | 1,5k - 40k - 10k | 17.9.2011: Rang 5./1. (W30)
World Medical Cycling Championships | Montichiari | 10.9.2011 | EZF 9,4km: Rang 1.
World Medical Cycling Championships | Montichiari | 9.9.2011 | 2000m: Rang 1.
World Medical Cycling Championships | Montichiari | 9.9.2011 | 200m: Rang 1.
TriStar111 Monaco | 1k - 100k -10k | 4.9.2011: Rang 7./2. (W30)
Sprinttriathlon Podersdorf | 750 - 20k - 5k | 28.8.2011 | Rang 3./1. (Elite2)
WMCF - Masters Cycling Classic - EZF 20k | St. Johann/Tirol | 24.08.2011: Rang 9.
51.5 Mondseeland Triathlon | 1,5k - 40k - 9,85k | 21.08.2010: Rang 6./4. (Elite2)
WEM | Waldviertler Eisenmann | 2,3k - 84k - 21k | 14.8.2011: Rang 5./4. (Elite2)
Zell am See Triathlon | 1,5 - 40k - 10k | 30.7.2011: Rang 2./1. (Elite 2)
Aquathlon | Tullner Aubad | 1k | 27.7.2011: Rang 2./1.
Mostiman Triathlon | 1,5k - 38k - 10k | 24.7.2011: Rang 6./5. (Elite2)
Triathlon Gösselsdorfersee | 500 - 32k - 7k | 16.7.2011: Rang 2./1. (Elite2)
Steeltownman | Linz | 1,5k - 40k - 10k | 9.7.2011: Rang 2./2. (Elite2)
Einzelzeitfahren Wienerwaldcup | Zobelhof  2 | 6k | 24.6.2011: Rang 1.
Triathlon Neufeld | 1,5k - 40k - 10,6k | 19.6.2011: Rang 1.
Einzelzeitfahren Wienerwaldcup | Zobelhof 1 | 9,9k | 17.6.2011: Rang 1.
Einzelzeitfahren Wienerwaldcup | Lengbachl | 15,5k | 10.6.2011: Rang 1.
Apfelland Triathlon Stubenbergsee | 1,5k - 40k - 10k | 4.6.2011: Rang 1.
Sparkasse Lambach Einzelzeitfahren durch das Grünbachtal | 23k | 2.6.2011: Rang 9.
1.Traun-Triathlon | 500 - 20k - 6k | 29.5.2011: Rang 2./2. (Elite2)
Einzelzeitfahren Andlersdorf | 19k | 28.5.2011: Rang 2.
Einzelzeitfahren Wienerwaldcup | Hengstl | 13,5k | 20.5.2011: Rang 1.
Triathlon Großsteinbach | 750 - 22k - 5k | 14.5.2011: Rang 2./1. (Elite2)
Triathlon Obergrafendorf | 1,4k - 40k - 10k | 7.5.2011. Rang 5./4. (Elite2)
Braunauer Sprinttriathlon | 600 - 29k - 6k | 1.5.2011: Rang 4./3. (Elite2)
VCM Vienna City Marathon | 21,1k | 17.4.2011: Rang 11. (W30)
Kirschblütenrennen | 70k | Wels | 10.4.2011: Rang 15.
23.Einzelzeitfahren in Ybbs | 9.4.2011: Rang 10.
MA48 Duke of Trash 2011 | Wien 20.3.2011: DNF
VCM Winterlaufserie - 3. Bewerb | Wien 13.3.2011: Rang 2.
VCM Winterlaufserie - 1. Bewerb | Wien 23.1.2011: Rang 3.


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 WEM - Waldviertler Eisenmann | WEM is back Flyer 2011 (79 KByte)

 Testbericht: Kuota Kalibur vs. Kueen-K

 Testbericht: Mavic Helium vs. Tri Race | Bikeboard.at

 Testbericht: Mavic Cosmic Carbone SLR/R-Sys 2011 | Bikeboard.at

 Duke of Trash 2011 - Sylvii als das Krokodil

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