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Competition Blog - Season 2014

3. Triatlon Cabo de Gata Nijar | Spain | 1,9k - 80k -19k | 19.10.2014

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Bereits im April dieses Jahres überzeugte mich Laszlo Somogyi (Almeria Triathlon Training) zum Abschluss der Saison beim Triathlon in Cabo de Gata Nijar teilzunehmen. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich natürlich kaum mehr als das Datum - es gab ja noch zu viele Highlights in dieser Saison, dennoch, die Vorfreude meinen letzten Triathlon der Saison in meiner kommenden Trainingsdestination Nr.1 zu bestreiten hatte ich stets im Hinterkopf.
Durch eine krankheistbedingte Zwangspause nach meinen Wettkämpfen in Kanada manövrierte ich mich das erste Mal etwas verfrüht in eine mini off season (ich hoffe man schreibt das so). Für meinen Fuß war diese Pause ideal um sich wieder ganz beschwerdefrei einzugliedern. Als mentaler Anker wurde aus dem Wettkampf anstatt dem Abschluss einfach der Trainingsstart für 2015, nachdem ich erst im Oktober wieder mit lockerem Training beginnen konnte. Nicht zu vergessen, ein paar Tage Sonne, Strand und Meer haben kurz vor dem kalten November noch nie geschadet.
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Im Verlauf der letzten Monate wuchs sich auch ein lustiges internationales Reise Team zusammen mit der Homebase im Aparthotel Parque Tropical in Puerto Rey, Vera. Ich denke keiner wusste, außer Laszlo, welch harter und fantastischer Triathlon uns bevorstehen würde. Somit hieß es sich auf den Spuren von Indiana Jones so gut als nur möglich auf das Abenteuer vorzubereiten. Zu rechnen war mit Wind, Wellen und mörderischer Hitze im Naturpark Cabo de Gata Nijar, nebenbei würde die Radstrecke von 80km mit 1000Hm ohne wirkliche Erholungsphasen dafür sorgen dass man nicht mehr ganz frisch auf die etwa 19km lange Laufstrecke gehen würde. Dort warteten wiederum 340Hm ohne Schatten bei glühender Mittagshitze beginnend hoch über den Terrassen von San Jose bis zu den Schotterstraßen des Naturpark Cabo de Gata und dies natürlich wieder retour. In Summe, ein Triathlon der im Erlebnisfaktor sich im Bereich des Indian Ocean Triathlon befindet - also einfach gewaltig und genauso hart.
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Die wenigen Tage vor dem Wettkampf war ich perfekt betreut, entweder durch Laszlo oder Santiago, bei dem ruhigsten open sea Schwimmen und partitieller Rad/Laufstreckenbesichtigung. Für den Wettkampftag glich dann die Windvorhersage eher für den perfekten Kitesurf Tag als für einen Triathlon und somit war es gewiss dass es verdammt hart werden würde. Zusätzlich stand inklusive der Siegerin Elena Aguilar Jimenez der letzten beiden Jahre einige andere Athletinnen am Start, die bereits bei diesem Triathlon Erfahrung sammeln konnten. Prae-status: es wird kein Spaziergang zum Beginn der neuen Saison.

Der Damenstart erfolgte fünf Minuten nach den Herren, aus erster Reihe fußfrei ging es bis zur ersten Boje gegen die Wellen. Etwas verunsichert durch die unruhigen Bedingungen verlor ich relativ rasch den Anschluss an die zwei führenden Mädels. Erst nach der ersten Boje konnte ich auf eine der beiden wieder aufschließen und die erste Runde mit ihr schwimmen. In der zweiten Runde verlor ich sie leider im Herren Getümmel wieder aus den Augen und mit einem Rückstand von ca. 1:30 Minuten kam ich als dritte aus dem Wasser und war folglich voll im Plan.
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Am Rad warf ich durch den starken Gegenwind sofort jegliche Geduldspläne über Board, ich wollte so rasch als möglich bei den Gegenwindpassagen meinen Rückstand gut machen. Im nachhinein betrachtet war mein Aufwand auf den ersten 20km etwas übertrieben, nachdem ich ab 10km die Führung übernommen und einen Sicherheitspolster rausgefahren hatte, besinnte ich mich und reduzierte meine Leistung auf ein Niveau welches ich auf jeden Fall auch bei steigenden Temperaturen ohne Probleme durchhalten sollte (und das folgende Laufen schwebte bereits in meinem Hinterkopf herum).
Bei etwa 60km begann dann der Kampf mit der zunehmend sinkenden Wattanzeige, ich kämpfte mit dem Wind, der Hitze und dem echt gemeinen Streckenprofil. Ich reduzierte nochmals meinen Aufwand und fürchtete dass mein bis dahin erworbener Vorsprung wieder sinken würde. Mittlerweile hatte ich einen Großteil des Herrenfelds hinter mir gelassen und ich war mutterseelenallein, und heilfroh die letzten 15km ein Führungsfahrzeug als entfernten Ankerpunkt vor mir zu haben. Das Horn des Polizeimotorrades beim Einfahren in die Wechselzone war für mich symbolisch das Signal dass es nun ans Eingemachte gehen wird - mit Begeisterung wurde ich motivierend in der Wechselzone empfangen.
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Die ersten drei Kilometer auf der Laufstrecke ging es eigentlich nur bergauf, zuerst durch San Jose, dann hinauf in den Naturpark - also ein mächtiges Stück Arbeit. Ich versuchte trotz der Steigungen und Hitze gleichmäßig und konzentriert zu laufen, durch den starken Wind herrschte in meiner Frisur zwar maximales Chaos aber solange ich das Führungsfahrrad in meiner Sichtweite hatte war mir dies herrlich egal. Bei km6 erfuhr ich dann von Yvonne dass mein Radplit ziemlich schnell gewesen sein muss nachdem ich mit mehr als 11min Vorsprung auf Elena Aguilar Jimenez und Cat Benger in die Wechselzone kam. Bis km16 konnte ich immer noch mehr als 8min halten, erst dann lehnte ich mich ehrlich gesagt ein wenig zurück, für meinen Geschmack sogar ein wenig zu viel, denn der letzte Anstieg in Richtung Ziel wäre gehend bestimmt nicht viel langsamer gewesen und tat natürlich ordentlich weh. Ins Ziel mobilisierte ich dann bergab nochmal alle Kräfte und was folgte war einer meiner schönsten Zieleinläufe bei unglaublicher Stimmung - einfach sensationell! Mit einem Vorsprung von 6 Minuten auf Elena Aguilar Jimenez (ESP) und Cat Benger (GBR) auf Platz drei war der Tag nach 4:36h einfach perfekt!
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Prompt habe ich diesen Bewerb durch seine Härte auf den wunderschönen Panoramastrecken in mein Herz geschlossen, selten wurde ich auch mit soviel Freundlichkeit und Begeisterung willkommen geheißen - ich denke ich komme wieder. Der Rest des Teams erreichte mit Dominque Binder (4.) und David Bartos (6.) ebenso noch vordere Plätze. Für Anne Range wars ein Sieg über den inneren Schweinehund, bei der Vielzahl von DNF´s auf jeden Fall tapfer gekämpft und ein Abenteuer brav bewältigt. Ach ja, für Yvonne wird es nun Zeit für den Plan für 2015 - auch wenn ich dich immer sehr gerne am Streckenrand habe. 

Nochmal vielen herzlichen Dank an das gesamte Betreuerteam u.a. Laszlo, "Papa" Antón  und das Aparthotel Tropical Puerto Rey. Meine Vorbereitung für 2015 hat somit begonnen!

Der inoffiziellen internationalen Osteopathen Wertung betreffend gab es einen taktischen Sieg gegenüber der spanischen Belegschaft vertreten durch Santiago Antón Rodriguez, ich denke die am Vortag überreichte Sachertorte hat Ihr Ziel nicht verfehlt, auch wenn ich nicht glaube dass man vom Sacher Krämpfe bekommt. Herzliche Gratulation, ebenfalls tapfer gekämpft, und eine zweite Auflage folgt bestimmt!

@Piraaaaaten: sorry an den Teilnehmer den ich leider am Rad mit Santiago verwechselt hatte. keine Angst - Spanien droht keine Pirateninvasion.

Rang 1.

 Triathlon Cabo de Gata Nijar 2014 | Video

 Triatlon Cabo de Gata Nijar | Webpage

 3.Triathlon Cabo de Gata Nijar 2014 - triatlonnoticias.com

 3.Triathlon Cabo de Gata Nijar 2014 - almeria24h.com

 Almeria Triathlon Cycling and Triathlon Camp

 Hotel Parque Tropical Vera Puerto Rey

 Triatlon Cabo de Gata Nijar | Results Overall 2014 (239 KByte)

 Triatlon Cabo de Gata Nijar | Results Frauen 2014 (146 KByte)


Ironman World Championship 70.3 | Mont Tremblant | 7.9.2014:

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Nur einen Tag nach der ITU AG WM in Edmonton ging es weiter nach Montreal, mit müden Beinen und einem logischerweise sehr beleidigtem Fuß. Das Laufen mit den Nähten hatte definitv Spuren hinterlassen und ich war im Prinzip wieder in der gleichen Situation wie bei meinem Abflug eine Woche zuvor. Nicht ganz: der Flughafen war ein anderer, in meiner Tasche befand sich eine Silbermedaille, aber ich war genauso hatschert unterwegs, hatte die gleichen Schmerzen, und die Gehstrecken am Flughafen schienen wieder unüberwindbar. Zu diesem Zeitpunkt schien mir der Gedanke in nur sechs Tagen einen Halbmarathon zu laufen absolut unmöglich, aber egal, vielleicht gibt es auch in Mont Tremblant eine gute Fee, und falls nicht, war es mir durch den Verlauf der Saison im Vorfeld herrlich "wurscht" und einen schönen Urlaub hätte ich mir sowieso auch verdient.

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Mont Tremblant, ein malerischer, wunderschöner Ort umgeben von einer Vielzahl von kleinen und großen Seen, und Wald soweit das Auge reicht. Und Triathleten an jeder Ecke, in jedem Shop, in jedem Restaurant, einfach überall, und zwar die "echten" - all over Ironman brandmarked Triathlets. Es ist gewiß nicht einfach von einem Großereignis wie der ITU WM in Edmonton direkt zur nächsten Großveranstaltung zu reisen, quasi sensorisch voll überladen zum nächsten voll überladenen Event. Noch schwieriger wird es wenn die eigene Situation irgendwie ebenso nervt, also alles Faktoren welche die persönliche Wahrnehmung definitiv beeinflussen und nicht an Urlaub erinnern. Aber was in Mont Tremblant bei unserer Anreise bis zum Bewerb selber los war ist schwer zu beschreiben und ich wusste zu Beginn ehrlich gesagt nicht was ich davon halten sollte. Mont Tremblant ist erst mein zweiter Bewerb der Marke "Ironman", aber was sich hier an Selbstinszenierung der Athleten und seitens der Veranstalter abspielte war mir definitiv neu. Im Prinzip fühlte ich mich wie ein Nichtgläubiger welcher zum ersten Mal die heilige Messe betritt, dagegen war der IM St. Pölten eine lockere Vereinsmeisterschaft.

Zum Glück hatte ich andere Dinge um die ich mich neben der langen Liste der Wettkampfvorbereitung zu kümmern hatte - nämlich endlich die Fäden entfernen. Nachdem sich ein Knoten ...ok ich erspare Euch das, einzig es war der Horror - nur das Krankenbett am Pool bei wolkenlosem Himmel war im Vorfeld echt fein. Ab diesem Zeitpunkt ging es stetig bergauf, die gereizte Wunde beruhigte sich, und ich verbrachte die prae 70.3 WM Tage mit lockerem Radeln und Schwimmen im See vor unserer Haustüre. Einen Tag vor dem Wettkampf wieder der Lauftest, 20min, zwei Wellen reichten, es war zwar möglich, aber bergab taten die beiden Basisgelenke IV/V einfach hundsweh, und ob die ganze Distanz möglich sein würde stand in den Sternen Kanadas. Somit war meine Wettkampftaktik sehr einfach, Schwimmen was geht, am Rad volles Programm, also im Prinzip eh fast so wie immer bzw. genau wie in Edmonton.
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Am Sonntag den 7.9. ging es dann los, WM Nr.2, diesmal Startwelle 13. (drittletzte), Wellenabstand von 4 Minuten. Die Temperaturen waren mit morgendlichen 17° wesentlich angenehmer als in Edmonton, und die W35-39 etwa 120 Damen groß. Was sich dann unmittelbar nach dem Startschuß abspielte war für mich das Nächste was mich wirklich überraschte, es war der wohl brutalste Damenstart den ich je erlebt hatte. Inmitten des Ziehens und Prügelns stellte ich mir die Frage worum es hier eigentlich geht, aja, um den AG Weltmeistertitel, vielleicht hatte ich das ja vergessen, und ich fürchtete was mich den weiteren Wettkampf noch erwarten würde. Ich befreite mich so schnell als möglich aus dem Gedränge, wählte eine andere Linie und konnte den Rest der Strecke zwar alleine, aber in aller Ruhe fertig schwimmen. Beim Schwimmausstieg warteten schon die fleissigen Neoprenausziehhelfer, ruckz zuckz war das Ding weg, und es ging auf den diesmal wirklich langen Weg in die Wechselzone. Dem Kilometer langen weichen Teppich sei Dank, hier war das barfuß laufen kein Problem, und die Wechsel zum Glück ohne Verzögerung.

 IM World Championship 70.3 | Mont Tremblant | Facebook Video F-18 Hornet

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Am Rad versuchte ich von Beginn an meinen Plan in die Tat umzusetzen und zwar harte Konstanz auf den ersten relativ flachen 2/3 der Radstrecke. Ich fühlte mich gut und die Werte passten perfekt, in gewohnter Manier pflügte ich mich bei ordentlichem Wind am Feld vorbei. Auf den letzten Kilometern vor der Wende kamen mir dann die ersten riesigen Gruppen entgegen. Ich konnte es kaum glauben was mir da alles entgegen kam. Mindestens 30 Mann groß, alle dicht beisammen, die Draftzone wurde bei diesem Bewerb auf 7m reduziert, doch bei diesen Trauben an Athleten gab es nur Hinterrad an Hinterrad. Beim Vorbeifahren dachte ich mir nur:"Ein Zirkus mit Aeroclowns - aufgepimpt bis ins letzte für eine 90km Gruppenausfahrt, ist das nun eine WM der besten Age Group Athleten oder einfach nur ein Farce der Sonderklasse mit Hauptaugenmerk auf die perfekte Inszenierung für die man quer über die Erdkugel fliegt?" 
Ich hoffe mit dieser Aussage niemanden nahe zu treten aber Einzelsport bzw. Einzelkampf sieht meiner Meinung nach einfach anders aus. 

Ich versuchte meine Wut in Zaum zu halten, vielleicht sind nur Männer in diesen Gruppen unterwegs, doch als dann noch drei Mädels vor mir auftauchten die diese Taktik zwar in der Kleingruppe aber mit der gleichen Selbstverständlichkeit praktizierten platze mir kurzfristig der Kragen. Ich vergaß für einen kurzen Moment meine Manieren und die Gedanken an die Aerodynamik und tat meiner Emotion im Überholen per Handzeichen kund. Kurze Entrüstung kam retour, mehr bekam ich Gott sein Dank nicht mit, denn ich war rasch mehr oder weniger über alle Berge. Mit dem Ziel auf den letzten 30km meinen Vorsprung so weit als möglich auszubauen ging es auf den letzten hügeligen Streckenabschnitt wo eine größere Gruppenausfahrt Gott sei Dank weniger möglich war. Durch meinen Ärger blieb mir auf jeden Fall ein Leistungsdrop erspart, was blieb war nun pure Angst vor dem Laufen.
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Bezüglich Platzierung und Rückstand hatte ich diesmal null Plan, und erst am Ende der ersten Laufrunde bekam ich die Info dass ich mit 6min Vorsprung in die Wechselzone gekommen war. Auch wenn das Laufen die ersten acht Kilometer besser war als erwartet, nach der ersten Runde, nach dem ersten steilen Abschnitt im Ort, war mir klar dass von diesem großen Vorsprung nicht mehr viel übrig sein würde und ich jederzeit mit Athletinnen hinter mir rechnen musste. Ich kämpfte mich von Welle zu Welle, bergauf mit Übelkeit, und bergab mit klirrendem Fuß. Bei KM12 war ich nicht sicher ob es mir möglich sein würde zu finishen und ich glaube bei km13 oder 14 überrollte mich die erste Athletin in meiner Altersklasse, knapp gefolgt von der nächsten, wobei ich mir gar nicht sicher war ob es vielleicht auch mehrere waren. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr wie ich es schaffte durchzuhalten, nach dem letzten steilen Abschnitt am letzten Kilometer glich mein Laufen schon mehr einem Wanken und ich war froh dass es von dort ins Ziel nur mehr bergab ging. Ein letztes Mal durchbeißen, den Schmerz im Fuß zu ignorieren war schon lange zuvor nicht mehr möglich und als ich durch die Ziellinie lief war ich enfach nur froh dass ich es hinter mich gebracht hatte. Mein bisher härtester Kampf, und im ersten Moment spielte die Platzierung auch keinerlei Rolle für mich. Daß es dann tatsächlich der 3. Rang in der Altersklasse wurde konnte ich im ersten Augenblick nicht glauben und es dauerte diesmal etwas länger bis ich mich wirklich darüber freuen konnte. Ich bin unglaublich froh trotz der Qualen beim Laufen nicht aufgegeben zu haben und auch die 70.3 WM trotz der Umstände mit einem Podium gefinished zu haben.
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Meiner Meinung nach ist der Wellenabstand von 4 Minuten für eine WM mit relativ flacher Radstrecke ein großer Weltmeisterschafts-Scherz und bei genauer Betrachtung mancher mir bekannter Athletinnen muss da seit Edmonton gewaltig was weiter gegangen sein am Rad. Auch wenn die Veranstaltung perfekt und top organisiert war, (mit böser Zunge) würde ich behaupten man kann fast den gesamten Wettkampf das Hirn ausschalten und es kann einem nichts passieren. Sportlich gesehen kann ich den unglaublichen 70.3 Hype selbst nach der WM im wunderschönen Mont Tremblant nicht mehr teilen als zuvor. Das Inszenieren vor und nach dem Wettkampf scheint hier einfach mehr Rolle zu spielen als die eigene Performance und die Fairness im Wettkampf selbst.

All diese Dinge ausgeblendet, war es trotzdem die Anstrengungen wert und hilft mir noch mehr dabei, dass dies wahrscheinlich mein vorerst letzter 70.3 Age Group Bewerb war.

Dennoch, Ironman hin oder her, den F-18 Hornet Überflug beim Pro Start gibt es trotzdem nur hier: "wow³"

Rang 3./23. (W35/AG)/47. overall

 IM World Championship 70.3 | Mont Tremblant | Website

 IM 70.3 World Championship Race Recap 2014 PRO

 IM World Championship 70.3 | Mont Tremblant | Facebook

 IM World Championship 70.3 | Mont Tremblant | Results 2014

Fotos: sport-support.at


ITU AG World Championship | Edmonton | 1,5k - 38,8k - 10k | 1.9.2014:

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Von einem Wettkampf humpelnd und mit Schmerzen heimzukommen kommt schon mal vor, jedoch zu zwei Highlights der Saison humpelnd und frisch mit Nähten versorgt über den Atlantik hinzufliegen und gleichzeitig nicht sicher zu sein ob die performance per pedes von einem zum anderen Terminal reicht, ist schon ein anderes Kaliber. Weiters das passende Gewehr zum Kaliber vom Unfallchirurgen noch klingend im Ohr:" Zwei Wochen Sportverbot, oder verdienen Sie damit ihr Geld?". Die psychopädagogische Ohrfeige täte sogar einem Selchroller nach dem Nähen weh, denn Geld verdiene ich dabei ja sicher nicht - im Gegenteil, es kostet eigentlich eine kleine Lawine um den unbedeutenden Age Group Gipfel zu umkämpfen. Mit dem Glauben dass mein Kleinzehenballen und der gekreuzte Schnitt bis ans Ende der "Schwimmhaut" zwischen 4/5 Zehe vielleicht durch eine gute Fee ratzfatz heilen wird, ging es dank traditionellem Stornokosten sparen zumindest mal (inkl. einem riesigen Fragezeichen als Übergepäck) im Gedanken an eine Städtereise nach Edmonton. Mit weiten Gesundheitssandalen ging ich auf die Reise, in Laufschuhe zu kommen war zu dem Zeitpunkt noch undenkbar, Zehenkontakt, Abrollen, Sport, alles undenkbar. Fünf Tage hatte ich noch zum Wettkampf, also ewig, und ich hielt mich an dem Gedanken fest, dass sich eine Zwangspause vielleicht sogar positiv auswirken könnte.

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In Edmonton stand die ersten Tage Fussal schonen und erholen am Programm, zusammen mit viel positiv denken und Ablenkung samt Motivation bei der Sprintdistanz und dem Elitebewerb der Damen mitnehmen. Die Strecken, Schwimmen, Rad und Laufen, versprachen einen absolut kurzweiligen und spannenden Bewerb vor traumhafter Kulisse, der William Hawrelak Park zeigte sich als perfekte Location für ein Event dieser Größenordnung. Das Schwimmen war zu zwei Runden in einem lauschigen See und die Radstrecke ebenso zwei Runden, zwei absolute Speed Runden. Schwer zu vergleichen mit bisherigen Bewerben, es gab nur drei leichte Anstiege, worauf immer sehr schnelle Passagen folgten, mit vielen Kurven und jeder Menge Action. Beim Laufen waren ebenfalls zwei Runden, und etwa 1/3 der Strecke auf Trails durch den Park. Auch absolut abwechslungsreich, wobei mir die Trails im Vorfeld etwas Kopfzerbrechen bereiteten. Die größte Hürde für meinen Fuß würde allerdings der lange barfuß Weg vom Schwimmausstieg in die Wechselzone werden. Hier ging es durch Sand, Asphalt, und Wiese, und ohne Schuhe war das Laufen ehrlich gesagt unmöglich. Die Wundheilung schritt Gott sei Dank gut voran, langsam tastet ich mich an ein normales Gangbild heran. Das erste mal quetschte ich mich am fünften Tag nach Mondsee in die Radschuhe, erstaunlicherweise war etwa eine Stunde mit kurzen Entlastungspausen möglich - Danke an Klaus Kübler für die nette Ablenkung. Den Lauftest einen Tag vor dem Bewerb brach ich nach 20min mit ansteigenden Schmerzen ab - gleichzeitig war ich aber glücklich zumindest an 2/3 des Triathlons mit Sicherheit teilnehmen zu können.

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Mit einer Woche Schwimm- und Laufpause und der Unsicherheit ob und wie die 10km Laufen möglich sein würden, stand ich schließlich am Start, mit 60 weiteren Athleten meiner Alterklasse. Die Außentemperatur betrug erfrischende 5°, die Seetemperatur lag bei etwa 18°, und ich war froh mit dem Mondseetriathlon den perfekten Vorbereitungswettkampf ausgewählt zu haben. Der Schwimmstart erfolgte vom Land und ich konnte mich nach wenigen Metern von einer kleinen Gruppe lösen und bis zur ersten Wendeboje auf zwei Athletinnen vor mir auschließen. Ich fühlte mich überraschend gut im Wasser, und erst in der zweiten Runde war mehr Kampf notwendig um den Anschluss an die beiden vor mir nicht zu verlieren. Nach dem gefühlt kürzesten 1,5km kam ich an Position 6 gelegen aus dem Wasser, und nun hieß es beim Wechsel, besser gesagt am Weg dorthin, nicht allzu viel Zeit zu verlieren. Ich hab keine Ahnung wie das Ganze aussah, ist im Prinzip auch egal, ich kann nur sagen es ging, oder es humpelte...

Endlich am Rad, es war immer noch frisch, die Oberschenkel kalt, aber dennoch, kein Vergleich zu Mondsee. Am ersten Anstieg konnte ich die ersten Athleten vor mir einholen, wobei es kaum zu unterscheiden war wer sich bereits auf der zweiten Runde befand. Durch die kühlen Temperaturen konnte ich leider meinen Leistungsplan am Rad nicht wirklich einhalten, welcher mir etwas mehr Sicherheitspolster für den fraglichen Lauf bringen könnte. In der ersten Runde war noch gekonntes durch die Menge manövrieren notwendig und fokusiertester Pilotenmodus war angesagt. Eine Kanadierin war die gesamte erste Radrunde sehr hartnäckig, sie tauchte zweimal wieder neben mir auf, und erst zu Beginn der zweiten Runde konnte ich sie endgültig abschütteln. Kurz darauf überholte ich eine weitere Athletin und ich vermutete bereits ganze vorne im Feld zu liegen. Die zweite Radrunde war vom Verkehr auf der Strecke und der eigenen Linienwahl in den Kurven wesentlich einfacher. Insgesamt verging der ganze Radsplit absolut rasend, die vielen Kurven, die schnellen Passagen und die Richtungswechsel erforderten permanente Konzentration (somit die perfekte Ablenkung für das Hinkebein).

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Beim Absteigen vom Rad versuchte ich diese Konzentration, die mir in Mondsee letztendlich gefehlt hatte zu halten, und ganz anders als sonst versuchte ich langsam zum Abstiegbalken hinzurollen. Mit dem Hoppala von Mondsee im Hinterkopf und der Angst meinem verletzten Fuß könnte wieder etwas passieren, schaffte ich es mit geballter Vorsicht mit nur einem Fuß vor dem Balken zu landen, anstatt mit beiden. Super gemacht! 5 Meter später ein Pfiff von den Marshalls, wieder zurück, und nochmal über den Balken. Wertvolle Sekunden verloren, humpelnd in die Wechselzone und ab in den Schutzsocken. Hinaus auf die Laustrecke ging es nochmal um die ganze Wechselzone und wie soll es natürlich anderes sein, die ersten Meter waren doch etwas unsicher und vorsichtig und wie in der freien Natur - das kranke Huhn schnappt der Fuchs, in meinem Fall in Form von der hartnäckigen Kanadierin von der Radstrecke.

Ich versuchte an ihr dran zu bleiben, zum Glück fühlte sich mein Fuß am Asphalt etwas wohler als in den offroad Passagen. Bis zu den Trails hatte ich sie immer knapp vor mir und es schien als konnte sie sich nicht wirklich von mir lösen. In der zweiten Runde war es dann aber am Waldweg soweit, ihr Vorsprung wurde größer und mein Fuß zunehmend schmerzhafter. Ich wusste dass mir eine Amerikanerin knapp auf den Fersen war und ich kämpfte mit aller Kraft nicht dem Schmerz nachzugeben bzw. die Silber Position zu halten.

Etwa zwei Minuten hinter der Kanadieren Sharon Styles und etwa 45 Sekunden vor der Amerikanerin Cindi Bannink überquerte ich die Ziellinie und holte mir so meine erste Medaille bei den ITU AG World Championships. Ich bin mehr als zufrieden mit diesem Ergebnis, und stolz trotz meiner Verletzung nicht die Nerven verloren und einen guten Wettkampf in Ziel gebracht zu haben.

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Rang: 2. (W35)/overall 11.

Auch wenn es etwas ärgerlich ist dass ich in den Transitions insgesamt etwa eine wertvolle Minute verlor und ich keine Chance auf ein normales Laufen hatte steht trotzdem mit dem schnellsten Radsplit overall folgendes fest: Silber, eine Medaille in der Tasche: Auftrag ausgefüht, die Reise geht weiter.

Ich hoffe dass sich mein Fuß von den Strapazen nun gut erholt, denn in sechs Tagen in Mont-Tremblant ginge es eigentlich weiter.

Ein riesen Dankeschön an meinen besten Coach trotz kalter Füße, ohne perfekte Unterstützung wäre dieses Ergebnis niemals möglich gewesen.

Fotos: sport-support.at

 2014 ITU World Triathlon Grand Final Edmonton | OD | Results W35-39 (91 KByte)

 2014 ITU World Triathlon Grand Final Edmonton | OD | Female Results overall (151 KByte)

 The best of Edmonton World Triathlon Grand Final 2014 Video


Mondsee Triathlon | 1,5k - 40k - 10k | 24.8.2014:

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Endlich am Podium in Mondsee!

Als letzter Formcheck und intensiver Trainingsreiz vor der ITU und 70.3 WM in Kanada stand dieses Wochenende Mondsee am Programm. Vom Gesamtkonzept ist der Mondseelandtriathlon genial und immer eine Reise wert: das Schwimmen ist stets ein besonderer Auftrag, die Radstrecke eine meiner Lieblingsstrecken und die Laufstrecke absolut kurzweilig, auch wenn diese nun etwas länger wurde.  Zusätzlich ist der Bewerb immer sehr gut besetzt und somit sehr gut als Benchmark geeignet.

Dass es kalt werden würde war eigentlich schon die gesamte Woche klar, so richtig einregnen tat es sich rechtzeitig 20min nach dem Frühstück, bei Regen und 13° war der See noch der lauschigste Platz zu dieser Zeit. Der Schwimmsplit gelang mir ziemlich gut und als vierte hinter Michi Herlbauer, Renate Forstner und Laura Karnouschek ließ mich der Mondsee endlich mal früher mit etwa 3min Rückstand los. Beim ersten Wechsel quetschte sich das erste Mal an diesem Tag Fr. Chaos an meine Seite, mein neuer Neo ließ sich schälen wie eine Kokusnuss und mein Helm war kurzfristig unauffindbar unter den zig Regensackerl versteckt. Ein wenig genervt schaffte ich es trotzdem am Rad mich etwas langsamer der angestrebten Pace zu nähern, auch wenn sich  alles in mir nasskalter Waschlappen wehrte und sich parallel mit meiner steigenden Leistung auch der Regen steigerte. Nach einsamen 20km konnte ich Renate Forstner erkennen, die sichtlich noch mehr mit der Kälte kämpfte als ich und somit schnell abgeschüttelt war, obwohl es zu zweit sicherlich wärmer gewesen wäre. 

Ab km30 war dann irgendwie Schluss mit "noch a bissi lustig", mit dem Gedanken mich von allen Verfolgerinnen so gut als geht lösen zu wollen stellte sich Schüttelfrost, Frost in den Oberschenkel und Kopffrost ein - also globaler Frost. Im technischen Teil der Strecke wars motorisch schon schwierig die Di2 Buttons inkl. Bremsen ordentlich zu bedienen -"nur heimwärts" war das Ziel und stets den Auftrag nicht vergessen: einen soliden hoch konzentrierten Radsplit zu absolvieren, ohne jegliches Sturzrisiko - mich nochmals vor dem Wechsel zu aktivieren - das alles hielt mich irgendwie bei der Sache, doch leider nur bis nach dem Wechselzonenbalken.

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An Position zwei gelegen stieg ich vom Rad und was folgte wird mich leider noch in den nächsten Tagen begleiten. Meine Füsse waren so dermaßen kalt und taub dass ich nach zwei patscherten Laufschritten mit dem Rad ausrutschte und stürzte. Sofort stand ich auf und versuchte weiterzulaufen - doch es war unmöglich, Status: gefühllos. Somit hieß es in die Wechselzone spazieren und mal hinsetzen und meine Füsse in die Laufschuhe quetschen. Nach dem zweiten rasenden Wechsel des Tages ging es somit auf die Laufstrecke.

Begleitet wurde ich mit leichten undefinierbaren Schmerzen im Bereich 4/5 Zehe, nachdem ich in der Wechselzone kein Blut sah, dachte ich zuerst mit Sorgenfalten an einen Bruch, aber solange ich nicht mehr spürte praktizierte ich weiterhin den "Kältesteiglauf" (Taubheit ist in manchen Fällen gar nicht so übel). In der zweiten Runde überholte mich Katrin Esefeld und ich versuchte meine immer noch gefühllosen Füße und meine Zehe zu ignorieren und so lang als möglich an ihr dran zu bleiben. Erst in der letzten Laufrunde meldeten sich meine Füße wieder zurück, inkl. viel mehr Schmerz. Zum Glück wartete meine Zehe noch bis zum Überschreiten der Ziellinie, denn sobald ich mich von meinem Laufschuh entledigte gab es einen Blutschwall irgendwo zwischen meinen Zehen rausgeschossen der mich selbst etwas erstaunte wie ich so die 10k durchlaufen konnte. Wie das alles genau passierte ist mir selbst noch immer schleierhaft, entweder wars ein Stein oder das Abflussgitter am Weg in die Wechselzone bei meinem Sturz. Egal wie, nach der Erstversorgung ging es bei der Heimreise auf einen Zwischenstopp ins Krankenhaus, die Wunde musste leider genäht werden und dies ist natürlich nun doppelt bitter. (15 Sekunden mehr Konzentration haben zu einem beinahe perfekten Ergebnis gefehlt)

Am Ende wurde es für mich das erste Top 3 Ergebnis in Mondsee, hinter Katrin Esefeld und einer ungefährdeten Siegerin Michaela Herlbauer.

Nach dem wohl kältesten Rennen das ich jemals absolviert hatte und einem kalten Kampf gegen viel zu viel Regen, Chaos, dummer Verletzung und zwei verschiedenen Mavic Radschuhen (links 2012/ rechts 2014 - aber das ist eine andere Geschichte) hoffe ich nun dass ich in 8 Tagen wieder Laufen kann.

Rang: 3./2. (EK2)

 Mondseelandtriathlon | Webpage

 Mondseelandtriathlon | Ergebnis (557 KByte)

 51.5 Mondseelandtriathlon 2014 - Video zum Bewerb

Fotos: sport-support.at

Sprinttriathlon Krems | 750m - 20k - 5k | 3.8.2014:

Im August wieder mal in Krems angelangt - zwar nicht mangels Optionen sondern weil ich einfach die NÖ Sprint Landesmeisterschaften dieses Jahr nicht sausen lassen wollte und es eine sehr gute Möglichkeit war um mein neues TT Setup (P3) nochmal bei einem Triathlon zu testen, nachdem es Mittwoch beim EZF in Seibersdorf schon sehr gut funktionierte. Der Triathlon in Krems, egal ob Sprint oder OD ist für mich als ungeduldige am Rad immer eine Probe aufs innerliche Zerreißen und von der Laufstrecke egal ob früher oder nun im Industriegebiet rede ich nun mal gar nicht.

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Der Teil im Wasser war dieses mal (und das erste Mal richtig gefühlt) nicht sonderlich berauschend, irgendwie störte mich die schlechte Sicht mehr als sonst und das Fehlen meiner inneren Kampfline. Mit mehr als einer Minute Rückstand auf Simone Fürnkranz und Kallina Jacqueline gabs kleine Sorgenfalten denn der Rückstand war etwas zu viel für meinen Geschmack bei einen Sprint Bewerb. Die Gleichmäßigkeitsaufgabe am Rad gelang mir eigentlich gut, im Nachgeschmack beinahe sogar etwas zu gedämpft, und ohne großes Feuer kopierte ich etwa die Leistung vom EZF. Im Teilzeit finish nach der Radstrecke hatte ich auf Platz zwei liegend etwa 20 Sekunden Rückstand auf Simone und somit konnte Simone wie im gesamten Ver"Lauf" der Saison Ihren Vorsprung diesesmal natürlich ohne Kontakt und ungefährdet weiter ausbauen.

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Am Ende wurde es nach einem gleichmäßigen Lauf der 2. Platz vor Kallina Jacqueline, realistisch gesehen das Maximum für meine derzeitige Gesamtleistung.
Nach dem Krems Triathlon war es nun auch Zeit für ein Zwischenresuemee der abgelaufenen Saison: in Summe heißt es nach dem 6x 2. in dieser Saison "Call me vice!" - ich werde es mir zwar sicher nicht tätowieren lassen aber nachdem nun beinahe alle meine österreichischen Bewerbe Vergangenheit sind fühlt es sich zumindest nicht schlecht an.

Rang: 2./2. (EK2), NÖ LM 2.

 Sprinttriathlon Krems | Webpage

 Sprinttriathlon Krems | Ergebnis (100 KByte)

Fotos: sport-support.at


ÖSTM TRIATHLON | OBERTRUM | 1,5K - 38K -11K DRAFT | 19.7.2014:

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Nach den Age Group Europameisterschaften in Kitzbühel standen die österreichischen Staatsmeisterschaften von Beginn an als zweiter Saisonhöhepunkt in meinem Wettkampfkalender für 2014. Seit Kitzbühel waren vier Triathlon wettkampffreie und trainingsintensive Wochen vergangen, gespickt mit der erfolgreichen Teilnahme bei den ÖSTM im Einzelzeitfahren, und meinem ersten tech-DNF bei einem lokalen Zeitfahren, worauf ich allerdings hier nicht näher eingehen werde :-). Fakt ist, ich freute mich auf den nächsten Triathlon, und nach dem fünften Platz vom Vorjahr war mir der Wettkampf in Obertrum mit seiner anspruchsvollen Radstrecke sehr gut in Erinnerung geblieben.

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Allerdings ist es mit den Staatsmeisterschaften wie mit Jack in der box. Wenn man sie bekommt, weiß man nicht was einem erwartet. Wer steht auf der Startliste, wer meldet nach, und wer steht dann wirklich an der Startlinie. Und vor allem: wie entwickelt sich das Rennen? Für mich entscheidet sich bei Windschattenrennen nach wie vor sehr viel mit meinem Rückstand nach den Schwimmen, und mit der Zusammenarbeit der Führungsgruppe am Rad, was ich natürlich nicht direkt beeinflußen kann. Zusätzlich mit der Startzeit von 13:00 und Temperaturen über 30° ergibt dies eine Fülle von Faktoren die eine Renntaktik bzw. Erwartungen an das Rennen definitiv erschweren.

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Bei 24 Grad Wassertemperatur stürzten sich 20 Damen an der Zahl ohne Neopren in den Trumersee, und obwohl mir der Start im Vergleich zum Vorjahr besser glückte, fand ich mich bald alleine auf Verfolgungskurs. Nach dem Landgang zu Beginn der zweiten Runde konnte ich auf Lydia Bencic aufschwimmen und war somit auf der zweiten Hälfte weniger allein. Mit einem Rückstand von 2min30 auf die Führende kam ich am Position 8 gelegen aus dem Wasser. Ich wusste dass der Anschluss nach vorne möglich war, allerdings sehr viel Arbeit erfordern würde. Die Aufholjagd konnte beginnen. Nach dem ersten Anstieg war ich bereits an Position 4, wissend dass vorne Renate Forstner (GER) mit Romana Slavinec und Daniela Kratz bestimmt keine Spazierfahrt machen würde. In der zweiten Radrunde verließ mich kurzfristig etwas der Mut bzw. kamen mir aufgrund der Hitze und der gegnerleeren Strassen erste "mission impossible" Gedanken.

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Alleine einer Dreiergruppe nachzujagen schien mir mehr als wahnwitzig, doch am Ende der zweiten Runde konnte ich am längeren Anstieg in der Ferne endlich drei Ameisen erkennen. Der Mut war wieder da, die letzten Kräfte mobilisiert, und auf der Hälfte der dritten Runde hatte ich aufgeschlossen. Zum Ausruhen war keine Zeit, ich ging an Romana und Daniela vorbei, weiter bis zu Renate die zu diesem Zeitpunkt wenige Meter Vorsprung hatte. Kurz darauf war des Feld wieder vereint und zu viert ging es die letzten Kilometer Richtung Wechselzone. Ich versuchte vorne das Tempo so hoch als möglich zu halten, auf der letzten Abfahrt verloren Daniela und Renate den Anschluß und gemeinsam mit Romana ging es in die Wechselzone.

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Nach einem Wechsel mit glühenden Fußsohlen und kurzem Umweg wegen vergessenem Gel ging ich an Position zwei gelegen hinter Romana Slavinec auf die Laufstrecke. Leider konnte ich ihr Anfangstempo nicht mitgehen, meine Aufholjagd hatte Spuren hinterlassen,und durch die hohen Temperaturen definitv mehr als sonst. Ich wusste, falls ich nun beim Laufen mein Tempo nicht geschickt dosiere, würde mir mein erstes knock out beim Laufen drohen. Mein Kreislauf rebellierte bei jedem Versuch das Tempo zu erhöhen.

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Als mich Renate nach wenigen Kilometern beim Laufen überholte versuchte ich an ihr dran zu bleiben, doch das war ehrlich gesagt nur kurz möglich. Ich wollte meinen zweiten Platz bei den ÖSTM unbedingt ins Ziel bringen. Zum Glück hatte ich auf Daniela Kratz hinter mir einen ausreichenden Sicherheitspolster und konnte somit ungefährdet und unbeschadet den Vizestaatsmeistertiel bei den ÖSTM über die Ziellinie bringen. Den Overall Sieg holte sich Renate Forstner vor Romana Slavinec.

Vielen Dank an alle fürs Anfeuern, und Gratulation an alle Athleten die an diesem Tag der Hitze trotzten und den Wettkampf ins Ziel brachten. Nun heißt es gut Abkühlen und Erholen, denn das Training geht weiter!

Nun habe ich meine erste "echte" Staatsmeisterschaftsmedaille in der Tasche. Alles was jetzt folgt, ist nur noch eine Draufgabe.

Rang: 2. ÖSTM Elite /1. (EK2)/3. overall

 Trumer Triathlon | Webpage

 Österreichische Meisterschaft Triathlon OD | Obertrum 2014 | Ergebnis Elite Frauen (54 KByte)

 Österreichische Meisterschaft Triathlon OD | Obertrum OD 2014 | Ergebnis Gesamt (68 KByte)

 Österreichische Staatsmeisterschaften olympische Distanz 2014 | Austriathlon TV

Fotos: sport-support.at - sportograf.com


Österrr. Staatsmeisterschaften EZF | 25k | Sulz| 27.6.2014

Ursprünglich waren die ÖSTM Einzelzeitfahren wieder ein Fixpunkt in meinem Wettkampfkalender, und dieses Mal wünschte ich mir still und heimlich eine Top 5 Platzierung ins Ziel zu bringen. Da sich der Termin durch die Absage von St.Johann/Tirol allerdings von August auf Ende Juni verschob trafen drei wichtige Wettkämpfe innerhalb einer Woche zusammen. Nummer vier, die "Mediziner WM" als Trainingsrennen war schon gestrichen, zuviel ist zuviel. Ziemlich geschrottet von der AG EM in Kitzbühel hieß es in nur vier Tagen maximal zu regenerieren bei maximal vollem Praxisplan. Mit der typischen Müdigkeit nach einem Saisonhöhepunkt und einer vollen Arbeitswoche jedoch etwas schwierig, und genau so fühlte ich mich dann auch am Freitag Nachmittag auf der Fahrt nach Sulz im Burgenland.
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Bei der Anreise nach Sulz verfiel ich mehrmals in den Cat napper Modus, zum Glück saß ich nicht am Steuer, und auch bei der Streckenbesichtigung mit dem Auto musste ich mich zur Konzentration zwingen. Die Strecke erwies sich als schwer und hügelig und erinnerte mich mit den Anstiegen etwas an Kitzbühel. Kurz vorm Start war ich hellwach und auf der Startrampe die Müdigkeit beiseite geschoben. Es war das erste Mal dass ich ein Zeitfahren fuhr welches ich vorher nicht mit dem Rad abgefahren war, und ich wusste dass auf dieser technischen Strecke volle Aufmerksamkeit gefordert sein würde. Die ersten 20Minuten fuhr ich was meine Beine an hergaben, ohne Rücksicht auf Verluste und ohne Gedanken was darauf folgen würde. Die letzten Kilometer wurden zunehmend zur Qual und es war mir leider nicht möglich die Leistung der ersten Streckenhälfte zu halten. Mit dem Wissen an diesem Tag das Maximum aus meinen Beinen herausgeholt zu haben kam ich am letztem Pinsel ins Ziel. Es war mein dritter Wettkampf in acht Tagen, und die Belohnung war der 6.Platz bei den österreichischen Staatsmeisterschaften im Einzelzeitfahren.
Selten zahlt es sich aus die Müdigkeit so massiv zu ignorieren, doch an diesem Tag hat es sich zum Glück gelohnt, und der übliche Sekundenkrimi war dieses Mal auf meiner Seite. Nun folgt eine wohlverdiente, kurze Pause.

Rang: 6. ÖSTM Elite/ 7. gesamt

Fotos: Jürgen Meyer

 ÖSTM EZF | Ergebnis (92 KByte)

 ÖSTM EZF | Veranstalter


ETU AG European Championships | 750m - 20k - 5k | Kitzbühel | 20.6.2014

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Endlich war es soweit: mein erster Saisonhöhepunkt für 2014, die ETU Age Group Europameisterschaft in Kitzbühel. Bereits im vorigen Jahr plante ich zusätzlich zur olympischen Distanz zumindest eine Trainingsteilnahme beim Schwimmen bei der Sprintdistanz, was wirklich ein teurer Spaß gewesen wäre. Doch im Laufe des Jahres kam dann immer wieder eine weitere Disziplin dazu, bis mir vor einem Monat nach einem Belastungstest klar wurde, dass geschickt gepaced, die Doppelbelastung von beiden Bewerben kein Problem darstellen sollte.

Die Vorbereitung für die Sprintdistanz hat nach meinem subjektiven Empfinden perfekt gepasst - Leise gesagt war ich mir noch nie so sicher dass wenig schief gehen kann und der Ausblick auf Regen änderte nur etwas an meinem radikalen Zugang zu den Abfahrten. Bei den nassen Bedingungen kam mir meine Streckenkenntnis auf der Radstrecke auf jeden Fall noch mehr zu gute, Risiko war somit nicht angesagt und auch nicht notwendig.

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Angefangen vom Schwimmen hatte ich ein geniales Gefühl ohne wirklich all out gehen zu müssen und ich konnte das Rennen vom Start weg kontrollieren. Der Radsplit ging mir obwohl intensiv derart locker von den Beinen dass ich selbst ein wenig an den Leistungswerten zweifelte. Nachdem ich nach 2km auf der Laufstrecke von den über zwei Minuten Vorsprung hörte, huschte ein breites Lächeln in mein Gesicht, und sofort waren meine Gedanken bei der bevorstehenden olympischen Distanz, meinem eigentlichen Hauptziel von diesem Wochenende. Keine weitere unnötige muskuläre Belastung war angesagt, Jubeln war natürlich erlaubt, und ich freute mich nach einem absolut perfekten und gut gepacetem Rennen über meine erste Goldmedaille bei einem ETU Bewerb. Silber holte sich die Britin Elisabeth Bullivant, und Bronze ging an die Österreicherin Constance Mochar.
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Durch die einzelnen Startwellen der Altersklassen und der Erfahrung über dem Wert von virtuellen Gesamtwertungen wollte ich diesen soweit als nur möglich vor dem Wettkampf ausblenden. Vor allem durch die Regengüsse am Freitag gab es keine ausgeglichenen Bedingungen für alle Athleten. Dennoch, am Ende des Bewerbs schaut man trotzdem auf den Gesamtausgang und dieser war irgendwie dann doch durch die ganze Doppelbelastungspacerei etwas ärgerlich. Zum Gesamtsieg fehlten nur fünf Sekunden, welche ich durch meine dosierten letzten Laufkilometern verpokert hatte. Trotzdem ist der Vize Europameistertitel in der Gesamtwertung zusätzlich zur Goldmedaille in der Altersklasse absolut erfreulich! Mit der Gesamtsiegerin Sandra Koblmüller und Victoria Schenk als Dritte blieb somit alles fest in rot-weiß-rot und es gab keinen Grund zur Traurigkeit. Nach einer stimmungsvollen Siegerehrung mit vielen weiteren erfolgreichen bzw. zufriedenen Triathlonkollegen, Familie und Freunden hieß es möglichst rasch regenerieren, um bei meinem Hauptteil der ETU Europameisterschaft so fit als möglich an den Start zu gehen.

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Rang: Sprint Distanz: 2. overall/1. W35

Ich wusste dass am Sonntag mit der olympischen Distanz ein langer harter Tag auf mich warten würde, und auch wenn ich mich am Freitag wirklich gut gefühlt und nicht völlig ausgepowert hatte, nur ein Tag Regeneration nach den fordernden Strecken ist und bleibt ein wenig grenzwertig wenns um die "Wurscht" geht.

ETU AG European Championships | 1,5k - 40k -10k | Kitzbühel | 22.6.2014

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Schon beim Schwimmen spürte ich dass mir die Spritzigkeit vom Freitag definitiv fehlte und es wurde mir schon im Schwarzsee bewusst, dass es an diesem Tag noch härter werden würde als erwartet. Am Rad kämpfte ich mich in der ersten Runde von Position 7, auf Position 2 jedoch immer mit dem Blick nach vorne auf meine Hauptkonkurrentin Simone Fürnkranz. Nachdem ich bereits beim Schwimmen etwas außerhalb meines Plans und am Rad zwar der trockene MaxSpeed bergab besser als am Freitag war, fehlten dennoch etwa 10 Wättchen zum Plan, folglich schloss ich erst bei KM30 auf Simone auf. Ich versuchte zwar auf den letzten Kilometern so gut als möglich einen kleinen Polster herauszufahren, aber ehrlich gesagt war es schnell klar dass dieser viel zu klein sein würde und sich an diesem Tag Simone ohne größere Probleme die Führung zurückholen wird.

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Mit anfänglich knapp einer halben Minute Vorsprung auf Simone und müden Beinen von der Aufholjagd galt rasch mein Fokus dem Halten von Positon zwei. Meine Verfolgerin Franzisca Widmer aus der Schweiz konnte beim Laufen noch etwas aufholen, trotzdem konnte ich mit etwa einer Minute Vorsprung Position zwei und die Silbermedaille in der Altersklasse ins Ziel retten. Absolut überraschend und umso erfreulicher nach diesem schweren Rennen war der erneute Vize-Europameistertitel in der Gesamtwertung hinter der verdienten Gesamtsiegerin Simone Fürnkranz. Simone bewies wieder einmal eine perfekte Balance zwischen allen Disziplinen und war an diesem Tag für mich nur für eine Kurzvisite erreichbar.

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Einmal Gold, einmal Silber in der Altersklassenwertung und zweimal Vize-Europameisterin in der Gesamtwertungen ist definitiv mehr als erwartet und die perfekte Belohnung für die heurige Vorbereitung und einem intensiven Wettkampfwochenende. Nach dem dritten Platz vom vorigen Jahr in Alanya hab ich nun ein komplettes Set der ETU AG Europameisterschafts Medaillen links von meinem Bildschirm am Schreibtisch hängen, quasi als Reminder für all die Tage an denen das Training nicht so lustig erscheint.

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Eine riesengroßes Dankeschön gilt allen die mir dieses Wochenende die Daumen gedrückt haben, ob an der Strecke oder über den Liveticker im Internet bzw. den vielen SMS. Jedem Finisher dieser Meisterschaften kann man herzlich gratulieren da diese Bewerbe definitiv keine Erdnußal waren. Nebenbei haben die österreichischen Athleten den Angriff der britischen Armada auf jeden Fall sehr gut pariert.

Rang: Olympische Distanz: 2. overall / 2. W35

Fotos: sport-support.at

          marathon-photos.com

 ETU AG Championships | webpage

 ETU AG Championships | Ergebnis Sprint Distanz (541 KByte)

 ETU AG Championships | Ergebnis Olympische Distanz (543 KByte)


ÖSTM Sprint Distanz Neufeld | 750m - 20k - 5k | 7.6.2014

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Die heurigen Sprintmeisterschaften waren durch die freie Fahrt ohne Masters Athleten auf der Strecke auf jeden Fall fairer als im Vorjahr, wenngleich es derzeit offensichtlich den Behörden immer schwerer fällt Strassensperren zu genehmigen. Ich für meinen Teil hatte zwar stets einen Aufräumer in Form eine Motorrades in Sichtweite dennoch bleibt natürlich bei einigen Teilabschnitten ein mulmiges Gefühl leicht angebröselt voll durchzuziehen.

Trotz einem vorwettkampflichen Durchspielen aller möglichen Entwicklungen und den verschiedenen Interessen Koop´s der Athletinnen hängt es Gott sei Dank beinahe ausschließlich von meiner Schwimmleistung ab ob ich zu den vorderen Positionen aufschließen kann. So hieß es aus den Fehlern von Pörtschach vom Vorjahr (ich als allgmeines Verfolgungstaxi am Rad und folglich beim Lauf anfänglich ein Schneck) und dem Wissen um meine bessere Schwimmleistung als im Vorjahr keine Geschenke am Rad zu verteilen. Denn beim Schwimmen oder Laufen hat ja auch noch niemand auf mich gewartet, also konnte ich mir getrost jegliche Freundlichkeit für vor und nach dem Wettkampf aufsparen. Für das abschließende Laufen hieß es etwas Reserven einzuplanen und ein all-out am Rad zu vermeiden.

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Der Verlauf des Triathlons ist in Sprintform auch schnell erklärt: Schwimmen war wirklich sehr ok, vor allem auf der zweiten Hälfte konnte ich den Rückstand wieder etwas schließen. Auf der Radstrecke sorgte ich anfänglich für ein richtiges Feuerwerk, belohnt wurde dies durch ein frühes Überholen bei KM 5 meiner unmittelbaren Konkurrentinnen (Lydia und Lena) aus der Endwertung vom Vorjahr. Zufriedenheit stellte sich trotzdem noch nicht ein und ich kurbelte mich weiter vor im Feld und bei Km 14 tauchte die Führungsgruppe (Slavinec, Hauser, Kratz, Karnouschek) vor mir auf. Bis zu diesem Zeitpunkt ging mir der Wettkampf wie Honigmilch von den Beinen und ehrlich gesagt hatte ich immer noch Lust auf mehr. Dennoch schwebte bereits mein schwaches Laufen vom Vorjahr bereits in meinem Kopf herum. Romana kümmerte sich wachsam um die Gruppe und es gab kein leichtes Lösen von der Gruppe. So entschied ich mich dafür, der Gruppe auf den letzten Radkilometern einfach dicke Oberschenkel aufzubrummen um ihnen die 5k Laufstrecke auch etwas zu erschweren. Im Nachhinein gesehen entschied ich mich für die falsche Taktik, am besten wäre es gewesen mein Tempo bis in die Wechselzone beizubehalten, denn durch die Reduktion meines Aufwands und dem teilweisen Mitfahren mit der Gruppe konnte sich Victoria Schenk durch einen beherzten Radplit wieder besser für das abschließende Laufen in Position bringen und ein "Mitlaufen" mit Romana oder Julia wäre ja ohnedies unrealistisch.

Wie zu erwarten gab es auf den ersten drei Plätzen keine Überraschung, Rang vier schnappte sich Victoria Schenk um 40 Sekunden vor mir. Mit dem wiederholten fünften Platz bei den österreichischen Sprint Meisterschaften und dem zweiten Platz in der EK2 kann ich auf jeden Fall zufrieden sein -
Windschattenrennen haben einfach Ihre eigenen Gesetze.

Rang: 5./2. (ÖM Elite2)

Fotos: sport-support.at

 Triathlon Neufeld | webpage Veranstalter

 Triathlon Neufeld | Ergebnis (51 KByte)


IRONMAN 70.3 St.Pölten | 1,9k - 90k - 21,2k | 25.5.2014

Frei nach Fettes Brot: "soll ichs wirklich machen oder lass ichs lieber sein", war es mit der 70.3 WM in Mont Tremblant der perfekte Zeitpunkt für meine erste Teilnahme am 70.3 in St.Pölten, vor der ich mich in den letzten Jahren immer gekonnt gedrückt hatte. Da die ITU Age Group WM dieses Jahr in Edmonton statt findet wäre die 70.3 WM noch mehr Grund für einen kleinen Ausflug nach Kanada. Quasi zwei Fliegen mit einer Klappe was in diesem Fall so viel bedeutet wie zwei Rennen innerhalb von acht Tagen. Nachdem die Schwerpunkte in dieser Saison trotzdem auf andere Bewerbe gesetzt sind wollte ich nicht allzusehr an meinen Trainingsschwerpunkten herumschrauben, bis auf ein paar kleine Änderungen die ausreichen sollten, um nicht ganz nackig in St.Pölten am Start zu stehen. Die Entscheidung bezüglich Pro oder Agegroup hatte sich somit erledigt, nicht zuletzt aufgrund meiner ersten 70.3 Teilnahme. Somit gab ich mir die einmalige Chance mich für Mont Tremblant zu qualifizieren, ein zweites Quali Rennen kam für mich zeitlich nicht in Frage. Sollte es nicht klappen, würde die Age Group WM in Edmonton mein einziges Rennen in Kanada bleiben.

Nach Besichtigung der Radstrecke war mir eines klar: die Verlockung auf der ersten Hälfte des Rennens würde sehr hoch sein um meine Ansprüche höher zu schrauben und somit das Risiko einzugehen beim anschließenden Halbmarathon zu explodieren. Ab 80km beginnt bei mir das Niemandsland und ich hatte keine Werte welche für mich über diese Distanz möglich sein würden. Zusätzlich plagte mich die letzten Tage die Rückkehr meiner längst vergessenen Gräserallergie, was meinen ohnehin schon vorhandenen Unsicherheitsfaktor noch mehr verunsicherte.

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Aber nun genug der Vorgeschichte und dem locker programmierten Herangehen an das Thema, am Tag des Wettkampfes war natürlich wieder alles anders denn schon die Tage zuvor stiegen meine Erwartungen an das gewohnte Maß.
Der Start der Age Group Damen war um 7:35, etwa eine halbe Stunde hinter dem PRO Feld der Damen. Nach ungewohnt ruhigem Start fand ich mich rasch in der ersten Gruppe wieder. Das Tempo in dieser Gruppe schien mir nicht sehr hoch, und ich war schon im Wasser zum ersten Mal an diesem Tag etwas verunsichert. Sollte ich vorne wegschwimmen und das Tempo erhöhen? Der Gedanke beim Schwimmen besser auf Nummer sicher zu gehen und Kräfte zu sparen gemeinsam mit einer kleinen mentalen Barriere beim Schwimmen nicht die Erste sein zu können veranlassten mich hinten zu bleiben und ausnahmsweise einmal nicht voll zu schwimmen. Nach dem Landgang erhöhte die Führende das Tempo, unser Grüppchen halbierte sich, und ich war zum ersten Mal froh in der Gruppe geblieben zu sein da wir auf die vorderen Startwellen aufschwammen. Mit einem roten Faden (rote Badehaube) vor mir stieg ich als zweite Frau aus dem Wasser.

Nach 3km konnte ich die Führung übernehmen und ich fuhr dann auf der Autobahn mit dem Wissen wieviel ich kann und der Unsicherheit wieviel ich auf 90km soll. Das Resultat war das Gefühl einer mental angezogenen Handbremse und die Angst vor 90 einsamen Kilometern. Natürlich gab es noch die Pro Damen der ersten Startwelle, doch es ist einfach etwas anderes einem rein virtuellen Gegner nachzueilen. So gestalteten sich die ersten 20km etwas schwierig für mich. Unsicher bezüglich des Pacings, zum einen wollte ich wissen was für mich möglich ist auf 90km, zum anderen schien es mir sinnlos zu riskieren, ohne greifbaren Gegner vor mir, und ohne stabile Laufleistung auf die ich mich beim Halbmarathon würde verlassen können. Und ich wollte Spaß haben, und das war es auch dann wozu ich mich entschloss. Ich schob die Gedanken beiseite, kümmerte mich weniger um mein Pacing und pflügte mich durch das Herrenfeld, von der Donau bis nach Gansbach. Bei etwa 80km holte mich wieder die Realität ein, wozu sollte ich zu viel riskieren, ganz alleine an vorderster Front mit dem kommenden Halbmarathon im Nacken? Die letzten 10km reduzierte ich meinen Aufwand und versuchte mich mental aufs Laufen vorzubereiten, wenn ich ehrlich bin mit etwas Angst im Hinterkopf.

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Beim Hinauslaufen aus der Wechselzone und auf der gesamten ersten Laufrunde ging es mir erstaunlich gut und ich konnte mein geplantes Tempo bis etwa 12km relativ konstant halten. Dann begannen leider erste muskuläre Probleme, mein Tempo dropte über einige Kilometer massiv und die Distanz der verbleibenden 9km schien mir unendlich. So wunderte es mich auch nicht wirklich dass mein Vorsprung auf Viellehner Julia nicht ausreichte und sie mich mit bester Halbmarathonzeit der Damen wahrlich überflog. Erst die letzten drei Kilometer konnte ich mich wieder etwas erholen, wobei mich eher der Gedanke antrieb es so schnell als möglich hinter mich zu bringen. Und so finishte ich meinen ersten 70.3 Bewerb mit einer Zeit von 4:44, als Zweitplatzierte im Age Group Rennen und Siegerein meiner alten Klasse.
Im gesamten Damenfeld inklusive der Pro Damen bedeutet dies Rang 15, und natürlich die Qualifikation für Mont Tremblant. Bis dahin sollte auf jeden Fall noch etwas Entwicklung passieren, denn mit meiner Laufleistung bin ich natürlich noch nicht zufrieden.

Ich möchte mich herzlich bei den unzähligen freiwilligen Helfern auf der gesamten Strecke bedanken, euer Einsatz und eure Motivation waren spitze!

Rang: 2./1. (W35-39)  overall: 15.

Fotos: sport-support.at

 IRONMAN 70.3 St.Pölten | webpage Veranstalter

 IRONMAN 70.3 St.Pölten | Ergebnis 2014 (210 KByte)


Triathlon Obergrafendorf | 1,4k - 40k - 10k | 10.5.2014

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"Alle Jahre wieder" Obergrafendorf,  heimischer Saisonauftakt und perfekter Leistungstest in einem, und keine Spur von Langeweile.... Eine kleine Abwechslung gab es diesmal auch von Seiten der Veranstalter, aufgrund der fast 400 Teilnehmer erfolgte der Schwimmstart in drei Wellen, plus einem kurzen Landgang beim Schwimmen. Beides entschärfte den bekannten "Brückenstreß" im Ebersdorfersee. Auch wenn der Wellenabstand von drei Minuten einfach zu knapp bemessen war ("Frauen im Sandwich") hat der Veranstalter die Chance bei knapp 70 Frauen genutzt und somit für einen sportlich faireren Wettkampf gesorgt.

Beim Schwimmen ging es mir diesmal schon vom Start weg sehr gut, ich fand rasch einen guten Rhythmus und kam mit etwa 1min20 Rückstand auf die Führende Simone Fürnkranz als vierte Dame in die Wechselzone. Bereits nach 2km fand ich mich an Postion zwei wieder und durchaus bereit die Aufholjagd zu forcieren. Ich fühlte mich von Beginn an sehr wohl am Rad, besser gesagt, ich hatte mächtig Spaß. Der Wind schien mir dank Andalusien wie ein bekannter Freund an meiner Seite und die Kombination aus Rad und Maschine eine perfekte Einheit.

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Daß ich meine Pacing Pläne sehr gerne im Wettkampf modifiziere ist nicht neu, doch diesmal verlief mein risikoreicher Plan aber ausgezeichnet. Zu Beginn der  zweiten Runde konnte ich die Führung übernehmen und mich relativ rasch absetzen. Die taktische Vorgabe war klar: den Vorsprung so weit als möglich ausbauen. Vom Gedanken ans darauffolgende Laufen keine Spur, und somit war Buße tun beim kommenden Laufen vorprogrammiert.

In der ersten Laufrunde konnte ich meine Führung noch halten, doch Simone war mir schon dicht auf den Fersen. Auch wenn ich mein Tempo relativ gleichmäßig Laufen konnte, eine Verschärfung oder ein kurzes Mitgehen mit Simone als sie mich passierte war meinen Beinen leider nicht mehr möglich. Bei etwa 4km ging die Führung wieder an Simone Fürnkranz die sie bis ins Ziel ungefährdet halten konnte. Für mich gab es im Ziel den zweiten Platz, vor Victoria Schenk auf Rang 3, welche Michaela Rudolf noch abfangen konnte.

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Mit meinem Endresultat bin ich im starken Teilnehmerfeld absolut zufrieden, zumal ich zusätzlich eines meiner "Saisonziele" durch den Radsplit bereits beim ersten Rennen erreicht habe. Und zwar den Sieg bei einer im Vorjahr abgeschlossenen Wette mit Stefan Leitner, welche Nachwuchs in der Familie Leiter in Form eines Powermeters für Marisa bringen wird.

Bedanken möchte ich mich wieder bei der zahlreichen Unterstützung vor Ort, ein großes Dankeschön an Christian, Anne und Mama für die perfekte Betreuung und an alle welche mich teilweise vom Wahnsinn gestreift angefeuert haben (allen voran Heidi und Sebastian - ich sag nur gewaltig thx). Durch euch wurde der Triathlon in Obergrafendorf wieder ein noch genialeres Erlebnis. Als Belohnung gab es anchließend, mit kurzem Zögern, ein Spanferkel und als Draufgabe einen Wasseraufbereiter bei der Verlosung.
Das Training geht nun noch härter weiter und der Sinn darin wird hoffentlich in den nächsten Bewerben weiter bestätigt.
 
In diesem Sinne: Powermeter für die Frauenwelt - denn nur wer sich ständig mißt, weiß ob er wirklich schneller wird!

Rang: 2./2. (EK2),NÖ LM 2.

Fotos: sport-support.at

 Triathlon Obergrafendorf | webpage Veranstalter

 Triathlon Obergrafendorf | Ergebnis 2014 (30 KByte)

 P3TV Obergrafendorf | WebTV report 2014


53. Kirschblütenrennen | 70,4k | 13.4.2014

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Vom Einzelzeitfahren in Ybbs ging es direkt weiter ins heimatliche Oberösterreich, denn nach zwei Jahren Kirschblüten Pause stand wieder einmal ein Straßenrennen auf meinem Wettkampfkalender. Allerdings geplant nur bei "Trockenwetter", quasi der ursprüngliche Plan. Schließlich sollte es in erster Linie ein Trainingswettkampf für mich werden, ohne unnötigem Risiko. Da es etwa 30min vor dem Start zu nieseln aufhörte und ich die Hoffnung hatte dass der Asphalt zumindest in der zweiten Runde auftrocknen könnte, entschied ich mich kurzfristig für eine Planänderung und stellte mich doch an die Startlinie. (mit dem verinnerlicht - schmerzlichen Wissen vom Trainingslager in Südafrika dass ein Planänderung auch definitiv einen neuen Plan braucht) 

Somit gab es den Mann mit seinem erhobenen Zeigefinger in meinem Hinterkopf: nichts zu riskieren und folglich war ich dadurch natürlich nicht mit 100%igem Einsatz im Renngeschehen um jederzeit sprungbereit zu sein. Für ein Straßenrennen gewiß nicht der beste Fokus, doch in Anbetracht meiner kommenden Triathlonsaison der sicherste. Nach etwa 12km, beim ersten Anstieg, teilte sich das Feld. Ich war in diesem Moment leider etwa 10m zu weit hinten und verlor so den Anschluss an die Ausreisser. Ich versuchte zwar das Loch sofort wieder zuzufahren doch am nächsten Berg waren wir nur mehr zu dritt und somit ohne Chance nach vorne irgendwas gut zu machen. Die zweite Runde war dann beinahe trocken, ich versuchte das Tempo in unserer Gruppe so hoch als möglich zu halten, was mir meistens die vordere Position bescherte. Der Zielsprint war dann ein eigenes Thema, aber was hat schon der Mann im Hinterkopf gesagt:"es is wurscht - ob du 10., 20., oder 35. wirst"

Insgesamt war es auf jeden Fall ein gutes Training für mich, und in Anbetracht der Vorbelastung von Ybbs und meinem ursprünglichen "ich fahr nur wenn es trocken ist" Plan, kann ich das Kirschblütenrennen 2014 positiv abschließen. Von einem intensivem Trainingswochenende geht es nun in die verdiente Regeneration.

Rang: 22. Elite Damen

Fotos: sport-support.at

 53. Kirschblütenrennen | Ergebnis 2014


26. EINZELZEITFAHREN YBBS/DONAU | 12,4K | 12.4.2014:

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Der Auftakt meiner heimischen Radsaison erfolgte wie in den letzten Jahren auf dem 12,4 km knackig kurzen Einzelzeitfahren in Ybbs. Wie immer der perfekte Leistungstest zu Saisonbeginn und auch wenn ich meine Trainingsschwerpunkte am Rad in der diesjährigen Vorbereitung erneut gut umsetzen konnte, ist das erste Rennen der Saison trotzdem immer wieder spannend - auch auf kurzer Strecke. Die Bedingungen waren an diesem Tag perfekt, wenig Wind, trocken, und ich war bereit für eine neue persönliche Bestzeit. Leider konnte ich mein gutes Pacing vom letzten Jahr nicht ganz wiederholen und trotz bester Vorsätze vor dem Start hielt ich mich nicht ganz an die angepeilten Wattwerte. Bis zur Wende ging noch alles sehr gut, irgendwie ging es sich dann dummerweise genau so aus dass ich auf eine vor mit gestartete Fahrerin auffuhr. Die Wende zwar nicht ganz verbockt aber erst nach der Wende wieder im Rennen und freie Fahrt. Genau diese Situation war irgendwie das Substrat für einen folgend leichten Knick (inkl. dem Ärger mein Ding mit einem radikaleren Überholen vor der Wende nicht durchgezogen zu haben). Somit wurde es kein perfektes Rennen, und mit besserer Einteilung und prompten frechen Überholvorgang wäre sicher noch mehr möglich gewesen. Mit meiner Leistung bin ich trotzdem zufrieden und die Steigerung zum Vorjahr stimmt mich auf jeden Fall sehr positiv für die kommenden Rennen und Triathlons. 1. Lektion für 2014: Bremsen lass ich mich erst im Ziel.

Rang: 8. Elite Frauen (2. NÖ LM)

Fotos: sport-support.at

 EZF Ybbs/Donau | Ergebnis 2014 (2280 KByte)


X-Terra Grabouw | South Africa | 1,5k -28k - 11k | 23.3.2014:

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Was wäre der Trainingsalltag ohne Abwechslung und der Wettkampfalltag ohne Experimente? Meiner Meinung nach, langweilig und eintönig..
Auch wenn es in den beiden Trainingswochen vor dem Wettkampf mehr als nur einen Moment des Zweifels bezüglich Sinnhaftigkeit und Verletzungsgefahr gab, wurde mein erster X-Terra ein bleibendes Erlebnis und ich bin froh die Tage davor das Mountainbike nicht in die Ecke gestellt zu haben. Natürlich war von Beginn an klar dass ich bei diesem Wettkampf keine Erwartungen haben konnte, und dass der Erlebnisfaktor und das Teilnehmen hier ausnahmsweise  im Vordergrund stehen würden. Ein Wettkampf am Ende eines dreiwöchigen Trainingslagers ohne Reduktion des Trainingsumfanges ist an sich schon ein Experiment und reduziert die Erwartungshaltung bezüglich der möglichen Leistung. In diesem Fall wurde mir allerdings schon bei den ersten Trainingseinheiten mit dem Mountainbike schmerzhaft bewusst dass die wenigen Ausfahrten zuhause im Wienerwald wohl nicht die ideale Vorbereitung für den X-Terra Südafrika waren. Dies war natürlich keine Überraschung, doch es am eigenem Leibe, bzw in meinem Fall wieder am linken Knie zu spüren, tat besonders weh, und die Frage was ich hier eigentlich mache stand schon vor dem ersten Sturz im Raum (besser Wald). Wäre nicht der Spass auf den unzähligen single trails in Stellenbosch gewesen, gemeinsam mit der atemberaubenden Kulisse der X-Terra Bike Strecke in Grabouw, welche diese Zweifel bei jeder Ausfahrt mit dem Mountainbike aufs Neue in den Schatten stellten. Die Radstrecke hatte wirklich alles zu bieten. Von tief sandigem Untergrund, schwindelig drehenden Trails im Wald, Schotterpassagen und nicht zu vergessen, den berühmten und gefürchteten (besonders von mir) Rocky Garden.

Somit war mein Plan für diesen Wettkampf auch relativ einfach. Schwimmen was geht, am Rad nichts riskieren, und beim Laufen schauen was noch möglich ist. Nur ist es mit den Plänen bekanntlich so eine Sache und auch an diesem Tag entwickelten sich manche Dinge etwas anders als erwartet. Meine anfängliche Nervosität, ich war mir meiner X-Terra Warrior Rolle ehrlich gesagt nicht ganz so sicher, verschwand in der unglaublichen Stimmung der Teilnehmertraube knapp vor dem Start und ich freute mich aufs Schwimmen ohne Neopren.

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Das Schwimmen war an diesem Tag das einzige wo ich mir einer akzeptablen Leistung sicher war, nur war es leider eben genau die Disziplin welche dann im Endeffekt am schlechtesten ausfiel. Mein Start war schon eine Katastrophe, ich kam schlecht weg, wurde von hinten vom einem Athleten überrollt der sich dann vor mir erst recht einparkte und einen feinen Fersenschlag meine Unterlippe küsste. Obwohl das klingeln in meinem Kopf wieder nachließ kam ich trotzdem nicht in Fahrt: unendlich schweren Arme die sich zwar unglaublich abmühten aber keinerlei Druck im Wasser zustande brachten. Sie waren einfach leer und erinnerten mich daran dass ich drei Wochen intensives Training hinter mir hatte. Ich war zwar froh aus dem Wasser zu kommen, doch der Ärger über das verpatzte Schwimmen begleitete mich fast auf der ganzen Radstrecke. Mein Wechsel war diesmal auch sehr speziell und um gleich die offene Frage zu beantworten die sich dort nicht nur der Moderator stellte sondern jeder, der die Fotos betrachtet. Die Kompressionssocken waren als Schutz für meine Wunde am linken Schienbein gedacht, welche erst drei Tage alt war. Diese anzuziehen, plus der langen Downhillhandschuhe und der  Mountainbikeschuhe plus dem Trinkrucksack dauerte eine gefühlte Ewigkeit, ich hatte das Gefühl einen ganzen Schrank in der Wechselzone vor mir liegen zu haben.

Also langsames Schwimmen plus langsames Wechseln mag ich ja aus der Vergangenheit kennen, normal setze ich mich dann auf das Rad und kann einen Großteil davon wieder gut machen. Nur diesmal leider nicht. Es hieß nicht zu intensiv loszufahren, der Beginn war technisch noch der einfacherer Part der ganzen Strecke und hier zog sich das große Feld gleich einmal ordentlich auseinander...somit genug Platz und Zeit um sich auf kommenden Aufgaben vorzubereiten. 

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Auch wenn ich im Damenfeld sicher nichts aufholen konnte, mich für mein Gefühl viel zu viele  Männer überholten, und mich meine radtechnischen Mängel wirklich forderten, es machte Spaß. Überraschender Weise schaffte ich meine Angst Passage, den rocky garden, relativ gut, besser als im Training. Nur war dann leider der Ofen aus, bei etwa 22 von insgesamt 28km. Auf den letzten Trails im Wald auf die ich mich wirklich gefreut hatte, konnte ich kaum mehr den Lenker halten. Nicht die Beine, sondern die Arme, mein ganze Oberkörper war fix und fertig. Die letzten Kilometer bis in die Wechselzone wurden wirklich schwer für mich und ich denke dass ich da auch am meisten Zeit verlor.

Erleichtert und ohne gröberen Stürze, der kleine Salto zum Schluß im Wald war nicht der Rede wert, stieg ich vom Rad und war mir nicht sicher wie es mir nun auf der Laufstrecke gehen würde. und das war dann die für mich große positive Überraschung des Tages, denn meine Beine fühlten sich viel besser an als sonst wenn ich vom Rad steige. Ich konnte für meine Verhältnisse gut loslaufen, und war dann nur mit der ebenso anspruchsvollen Strecke, den schmalen Trails, den vielen Höhenmetern, dem Fluß und, was für eine Riesen Überraschung, dem überholen beschäftigt. Also alles ganz anders als gewohnt, und ich muß ehrlich sagen dass mir das Laufen fast am meisten Spaß machte. Nach 12km sensationellem Trailrun, hier gleich ein riesen Dankeschön an Yvonne, ihrem Tipp habe ich es zu verdanken dass ich meine Schuhe nicht im Gatsch verlor, konnte ich als 10. meinen ersten X-Terra Bewerb beenden.

Vielen Dank an Carina für die wertvollen Tips, an Christian, dessen Tag sicher noch härter war als meiner und dass Du nicht vom angedrohten Veto ebrauch gemacht hast, und an Yvonne für die Unterstützung und die wertvolle Laufstreckenbesichtigung. Gratulation natürlich auch an Carina zu Rang zwei. Es war für mich ein unvergeßliches Erlebnis einer Veranstaltung mit sehr viel Herz, seitens der Organisation und der Teilnehmer, atemberaubender Landschaft, und die wertvolle Erfahrung eines Wettkampfes auf, im wahrsten Sinne des Wortes, ungewohntem Terrain. Auf jeden Fall ein würdiger Abschluß für die drei Wochen Südafrika.

Rang: 10.

Fotos: sport-support.at, jetline action photo

 X-Terra Grabouw Webpage

 Xterra Grabouw 2014 | Results (271 KByte)


11Global Triathlon | Capetown | South Africa | 750 - 20k - 5k | 16.2.2014:

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Da mich Südafrika im Vorjahr von den Trainingsmöglichkeiten und der Schönheit des Landes mehr als überzeugt hatte führte in der Trainingslagerplanung für 2014 wieder kein Weg daran vorbei. Schon letztes Jahr war unumwerflich dass ich wieder herkommen würde, allerdings mit Zeitfahrrad und Mountainbike, ein Rad mehr oder weniger, spielt auch keine Rolle mehr, ist doch alles nur eine Frage der Logistik. :-) Da ich aber diesmal einen "kleinen" Unsicherheitsfaktor namens linkes Knie mit im Gepäck hatte, war dieses Jahr ein Start beim 11Global Series Triathlon in Kapstadt zu Beginn des Trainingslagers noch mehr als unklar. Nach den ersten vorsichtigen und schmerzfreien Trainingseinheiten entschied ich mich wenige Tage vor dem Bewerb über die Sprintdistanz zu starten. Als erste intensive Belastungsprobe passte der Sprint perfekt in den Reha - Plan mit der Hoffnung am nächsten Morgen vom kommenden Xterra Bewerb am Ende des Trainingslagers noch träumen zu dürfen.

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Nach den Erfahrungen vom letzten Jahr, wo mich die Tage vor dem Bewerb das Schwimmen am Blauwbergstrand definitiv an meine Grenzen brachte, war ich froh diesmal "nur" 750m schwimmen zu müssen. Doch diesmal war am Wettkampftag das Meer auch wieder sehr ruhig, die Wassertemperatur erträglich, und ich fühlte mich schon beim Einschwimmen sehr wohl im Wasser. Beim Start kam ich gut weg, auch gegen die Wellen hinaus und im Vergleich zum Vorjahr fiel mir das Schwimmen um vieles einfacher. So kam ich auch nur mit wenig Rückstand auf die Führende in die Wechselzone, und mit dem Wind im Rücken und einer riesen Ladung Motivation ging es hinaus auf die Radstrecke. Nach knappen drei Kilometern konnte ich die Führung übernehmen und diese auf über zwei Minuten ausbauen, doch mein Kampf gegen den Wind und die Hitze war enorm. Diese Gefühl bei etwa 40°Grad Außentemperatur gegen einen übermächtigen Cape Doctor anzukämpfen hatte ich scheinbar vom Vorjahr aus meiner Erinnerung gelöscht, denn dieses glühende Verzweiflung traf mich genau so wie beim letzten Mal. Mein Vorsprung nach dem Radfahren reichte Gott sei Dank aus, ich konnte das Laufen relativ entspannt angehen, meinem Knie den ultimativen Belastungstest ersparen und den ersten Platz sicher ins Ziel bringen. Rang zwei ging an Collen de Oliveira vor der drittplatzierten Diana Mac Pherson.

Insgesamt war es wieder ein harter Wettkampf, an einem der heissesten Tage unseres Südafrika Aufenthaltes. Auch wenn das Surfen in Kapstadt eventuell mehr Spaß macht als an einem Triathlon teilzunehmen, freu ich mich meine Wettkampfsaison 2014 mit einem Sieg eröffnet zu haben. Besonders freut mich die Schwimmzeit, hier gibt es deutliche Zeichen der Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. Die Radleistung war bei diesen schweren Bedinungen auch in Ordnung, und das Wichtigste: ich hatte keinerlei Beschwerden. So kann das Training weitergehen, und die nächsten zwei Wochen in Stellenbosch können kommen.

Rang: 1.

 11Global Series - Cape Town 2014 | Results (10 KByte)

 11 Global Series Webpage

Trainingscamps 2014

Meine Trainingsvorbereitung über den Winter begann für mich wie im letzten Jahr Ende Dezember in Teneriffa, führte mich dann weiter nach Südafrika und endete im März in Andalusien. Die Kenner unter euch werden die folgenden Fotos sicher perfekt zuordnen können!

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STATS

Vuelta Popular San Silvestre | El Medano | Tenerife | 5k | 31.12.2014: Rang 2.
Gran Fondo Mediterraneo | Spain | 7k | 23.11.2014: Rang 1.
3. Triatlon Cabo de Gata Nijar | Spain | 1,9k - 80k -19k | 19.10.2014: Rang 1.
3. EZF Trirunners Baden | Großau - Zobelhof | 9,5k | 4.10.2014: Rang 2.
Ironman 70.3 World Championship | Mont Tremblant | 7.9.2014: Rang 3./23. (W35/AG)/47. overall
ITU Grand Final AG World Champs| Edmonton | 1,5 - 38,8k - 10k | 1.9.2014: Rang 2. (W35)/11. overall
Mondsee Triathlon | 1,5k - 40k - 10k | 24.8.2014: Rang 3./2. (EK2)
Sprinttriathlon Krems | 750m - 20k - 5k | 3.8.2014: Rang 2./2. (EK2) (NÖ LM 2.)
Röhsler & Co Einzelzeitfahren | 22k - Seibersdorf | 30.7.2014: Rang 1.
ÖSTM Triathlon Olympisch | 1,5k - 37,5k - 10,5k Draft | Obertrum | 19.7.2014: Rang 2. Elite/1. (EK2)
Röhsler & Co Einzelzeitfahren | 9k - Hochroterd | 15.7.2014: DNF - Tech-Hoppala
ÖSTM Einzelzeitfahren | 25k | Sulz | 27.06.2014: Rang 6. Elite
ETU AG European Championships | Kitzbühel | 1,5k - 39,4k - 9,6k | 22.6.2014: Rang 2. (W35)/2. overall
ETU AG European Championships | Kitzbühel | 750m - 19,7k - 4,8k | 20.6.2014: Rang 1. (W35)/2. overall
Giesshübler Bergzeitfahren | 5k | 14.06.2014: Rang 1.
ÖSTM Triathlon Sprint | Neufeld | 750m - 20k - 5k Draft | 26.5.2013: Rang 5. Elite/2. (EK2)
IRONMAN 70.3 St.Pölten | 1,9k - 90k - 21,2k: Rang 1./2. (W35/AG)/15. overall (NÖ LM 1.)
Triathlon Obergrafendorf | 1,4k - 40k - 10k | 10.5.2014: Rang 2./2. (EK2) (NÖ LM 2.)
EZF Wienerwaldcup | Alland-Hengstl-Alland | 24k | 25.4.2014: Rang 1.
53. Kirschblütenrennen | Wels | 70,4k | 13.4.2014: Rang 22. Elite
26.Einzelzeitfahren Ybbs/Donau | 12,4k |12.4.2014: Rang 8. Elite (NÖ LM 2.)
X-Terra Grabouw | South Africa | 1,5k -28k - 11k | 23.3.2014: Rang 10.
11Global Triathlon | Capetown | South Africa | 750 - 20k - 5k | 16.2.2014: Rang 1.

WEB & PRINT MEDIA & TEST & PROMO

 Österreichische Staatsmeisterschaften olympische Distanz 2014 | Austriathlon TV

 2014 Triathlon EM Kitzbühel Age Group Training - PreEvent Interviews | KitzTV

 3.Triathlon Cabo de Gata Nijar 2014 - triatlonnoticias.com

 3.Triathlon Cabo de Gata Nijar 2014 - almeria24h.com


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