Headerbild
Logo

ROADBOOK

Lang "ist" sie die Saison von 2015 - bei einem Tee und erstmals richtig kalten-nassen Zehen nach dem Radfahren ist es Zeit für einen Rückblick. Zu schreiben gäbe es natürlich ein Buchstabenmeer, aber um darin nicht zu versinken beschränke ich mich auf die Highlights und Lowlights, auf die Veränderungen zu 2014 und einen Vorabplan für 2016.
Zusätzlich möchte ich einige wiederkehrende Fragen beantworten, die bezüglich meines "Pro" Status immer wieder im Raum standen, und auf das Thema Sponsorensuche eingehen.

newsbild

Meine Triathlon Leidenschaft versus dem Herz für den Radsport birgt natürlich beim ersten Anblick und in der Planung einiges an Unvereinbarkeit im Training und bei den Wettkämpfen - dies sollte sich jedoch durch die Reduktion der Anzahl von SD/OD Triathlons realisieren lassen und Schwerpunkte bzw. Highlights in beiden Sportarten erlauben. In der Planung existierte somit der Wunsch nach mehr Radsport und dem Einstieg in ein Damenteam.

newsbild
Kirschblütenrennen Wels 2015 by Foto Sport - Binder
newsbild
TT Offenhausen/OÖ

Die Suche war teilweise witzig, ernüchternd und minimal frustierend zugleich, im Endeffekt gab es 2,5 lose Gespräche mit in- und ausländischen Teams, und nach vielen für und wider, und einigen Trainingswochen in spanischen Gefilden, war die Entscheidung für das andalusische Team CDC Bicilocura zu starten eine fast logische Konsequenz. Ausschlaggebend waren die offenen Arme mit denen ich willkommen geheißen wurde und die Unkompliziertheit ohne wenn und aber. Soviel also zu meinem blau-grünen Trikot in diesem Jahr. Lächelnd
Internationale/nationale Strassenrennen und Kriterien waren durch diese Entscheidung natürlich vom Tisch und der Radfokus wurde wie in den letzten Jahren wieder auf die Einzelzeitfahren gelegt. So viel zur Ausgangssituation: Also, was hat sich im Radsport 2015 alles getan?

Die Ergebnisse der ersten EZF gleich zu Saisonbeginn waren durchaus vielversprechend und ließen meine Erwartungen für die österreichischen Staatsmeisterschaften deutlich in die Höhe schnellen. Ein Platz am Podium schien zum ersten Mal realistisch zu sein, und mit dementsprechend hohen Erwartungen ging ich in das Rennen. Dass ich dann tatsächlich den Sprung aufs Podium schaffte und die Bronze Medaille bei den ÖSTM gewinnen konnte war für mich bisher der größte Erfolg, und gehört für mich selbstverständlich zu den Highlights von 2015. Bei isolierter Betrachtung der Raddisziplin im Triathlon und den Einzelzeitfahrergebnissen befinde ich mich nun in beiden Sportarten Daumen mal Pi unter den Top 5 Frauen in Österreich - irgendwie ein beruhigendes Gefühl, was natürlich ein bisserl stolz macht und den kleinen Lohn für das Dranbleiben darstellt. 

Zufällig oder über Nacht ist es nämlich trotzdem nicht passiert, es gab viele kleine Bausteine, kleine und grosse Missionen in der Trainingssteuerung, Schinderei & Schrauberei und nicht zu vergessen Stunden der Tüftelei an Radposition und Aerodynamik. Einen Großteil der gesamten Radentwicklung verdanke ich hier Christian, der mir mit seinem Wissenspool zur Seite stand und für eine Struktur in der Entwicklung sorgte. ("Auf den Zufall sollen sich die anderen verlassen") 
Ein paar mehr Kuchenteile der natürlich nicht weltverändernden Medaille gehen somit definitiv auf seinen Frühstückstisch, wobei für einige seiner Trainingsausfahrten Wasser und Brot der passende Gaumenreiz wären. 

newsbild

Aber nun zum Triathlon: Das Lösen einer PRO Lizenz für die Ironman und Challenge Bewerbe war nach der letzten Saison der nächste logische, notwendige Schritt für mich und einfach mein innerer Wunsch. Das erste Rennen mit dem PRO Status fand mit dem IM 70.3 in St.Pölten statt und glich einem ordentlichen Sprung ins kalte Wasser. Zu groß war leider die Nervosität durch selbst auferlegten Druck das Starterfeld betreffend und dementsprechend verkrampft und völlig zum Vergessen verlief dann auch das Schwimmen. Am Rad fühlte ich mich Gott sei Dank wieder wie zu Hause und konnte noch einige Plätze nach vorne gut machen. Mit dem 6. Platz nach dem Radsplit und dem 10. Platz im Ziel nahm mein erster PRO Start dennoch ein versöhnliches Ende. Bei der Challenge Walchsee Ende August fühlte ich mich der Situation schon mehr gewachsen, war beim Start wesentlich ruhiger, und somit beim Schwimmen ganz gut dabei. Im Gegensatz zu St.Pölten hatte ich in Walchsee das Gefühl wirklich Teil des Rennens zu sein, was mich unglaublich motivierte. Meine Renneinteilung war gewiss nicht ganz perfekt und ob ich jemals zum strategischen Pacer am Rad werde bezweifle ich. Es machte einfach Spaß und gibt mir die Bestätigung diesen "PRO" Weg auch 2016 weiter zu gehen.
Unter uns: eine heiße Halbdistanz habe ich 2015 noch auf meinem Speiseplan. Cool


newsbild

Zusätzlich zu den Bewerben der WTC standen dieses Jahr auch wieder die ETU Age Group Championships in Genf über die Sprint- und die olympische Distanz am Programm. Auch wenn ich auch dieses Jahr wieder zwei Medaillen mit nach Hause nehmen konnte, stellte sich dennoch ein gewisses Sättigungsgefühl, vor allem nach der olympischen Distanz ein. Obwohl ich die Age Group Meisterschaften Sprint und Olympisch immer sehr gerne gemacht habe, könnte es das erst einmal gewesen sein. All jene die mich kennen wissen warum, und aus diesem Grund und auch aufgrund des hohen finanziellen Aufwands strich ich die WM in Chicago von meinem Wettkampfplan.

newsbild

Nun zu den Lowlights: den einzigen Triathlon den ich dieses Jahr wirklich dazu zähle sind die ÖSTM über die olympische Distanz in Kitzbühel. Dafür gibt es zwar mit den EZF ÖSTM zwei Tage zuvor eine gute Ausrede und körperlich und geistig nicht voll regeneriert an den Start zu gehen öffnet einfach Tür und Tor für Fehler. Das Gefühl nach dem Wettkampf hilft sicherlich bei der Planung kommender Aufgaben, um nicht auf allen Hochzeiten tanzen zu müssen. Windschattenbewerbe hin oder her, für mich einerseits das perfekte TT Training, andererseits die definitive Gewissheit für müde Beine und wenig Spaß auf der Laufstrecke durch einsame Aufholjagden am Rad – mal sehen was 2016 in dieser Richtung bringen wird.
Ein mini Lowlight (falls es sowas überhaupt gibt) nach einer echt guten Einzelzeitfahrsaison war leider zum Abschluss der King of the Lake, das EZF am Attersee. Im Heimatbundesland bei perfekten Bedingungen nicht nochmal ein Schäuferl auf das 2015er Jahr draufzulegen war etwas ärgerlich, nachdem aber die Wochen davor bereits das Training zumeist mit Höhenmeter gefüllt wurde, gibt es auch einen guten Grund warum es nicht ganz so klappte wie gewollt. Nun, ärgern über einen wunderschönen Hobbybewerb ist hier gewiss unnötiges Verschwenden von Energie und die Auswertung der Daten hilft mit Sicherheit für kommende Aufgaben. Meine Lowlights Liste von 2015 ist hiermit auch schon zu Ende. 

newsbild
King of the Lake 2015 by sportograf.com

Ein Verlängern der Saison im Ausland hat mittlerweile schon fast Tradition für mich, und sowohl die olympische Distanz in Grado als auch die Halbdistanz in Cabo de Gata zähle ich zu den Highlights von 2015. Da ich in Cabo de Gata Nijar den Sieg von 2014 dieses Jahr wiederholen konnte hat dieser Wettkampf natürlich eine ganz besondere Bedeutung für mich. Doch auch der Triathlon in Grado steht dem um nichts nach und es ist einfach immer wieder ein Erlebnis die Freude bei Triathlons in Italien und Spanien seitens der Veranstalter, Zuschauer und Athleten zu spüren. Diese Begeisterung ist für mich bei diesen Rennen immer einzigartig und stellt für mich mit den Mitteldistanzen in St. Pölten und Walchsee die „Wow“ Erlebnisse im Ambiente der Zuseher dar.

newsbild
Podium Cabo de Gata Nijar mit Celia Kuch und Yessica Perez Torrente

Generell hat mein PRO Status dieses Jahr bestimmt für das eine oder andere Fragezeigen gesorgt und ich wurde zum Teil mit interessanten Fragen konfrontiert. Es ist spannend mit welcher Erwartungshaltung einem manche Menschen begegnen wenn man als PRO und mit Athleten wie Nicola Spirig am Start steht. Vielleicht kann man das als Phänomen österreichischer Träumereien sehen, wobei diese Fragen durchaus ernst gemeint sind.
Ja, ich arbeite noch Lächelnd. Genauer gesagt, beruflich hat sich gar nichts geändert, nur die Freizeit wurde etwas weniger, also kein Grund mir eine Email bzgl meiner Vertretungen zu schreiben. Was ich mir erlaube ist im Winter ein bis zwei Trainingslager mehr zu machen. Nur so ist es mir möglich über den Winter eine gute Basis aufzubauen, denn mein Arbeitsalltag mit den beiden Praxen begrenzt mein mögliches wöchentliches Trainingspensum doch deutlich.
Um auf die Sponsorensituation einzugehen muss ich leider gestehen dass meine Sponsorensuche für 2015 trotz herzlicher Unterstützung mancher mit vielen Emails, Anrufen leider kaum Früchte getragen hat. Ich denke dass Unterstützung in welcher Form auch immer in Österreich und speziell für den Triathlon-/Radsport prinzipiell sehr schwierig ist. Egal wie schnell sich Arme oder Beine auch bewegen, ohne wohlwollende oder bestehende Kontakte ist es so gut wie unmöglich. Die einzige Möglichkeit diesen finanziell durchaus aufwendigen Weg weiterzugehen ist und bleibt somit nach wie vor: arbeiten so viel wie möglich, um dann so viel wie notwendig für Trainingslager, Equipment und Reisen wieder auszugeben. Es gibt bestimmt Athleten die sich in ähnlicher Situation befinden und mir beistimmen werden dass es nicht einfach ist. Zumindest bekam ich diese Saison noch keine kalten Füsse und hatte stets einen Lolly im Mund.

newsbild

Wie geht es nun 2016 weiter? Meine Trainingsdestinationen werden abermals die kanarischen Inseln und das spanische Festland sein und noch etwas besser zeitlich angepasst werden.
Im Radsport ist die Frage für welches Team ich 2016 starten werde im Moment noch offen. Ich möchte auf jeden Fall im Zeitfahren meine Leistungen von 2015 bestätigen - besser gesagt natürlich nochmals verbessern. Wie bereits erwähnt kommt "Triathlon Pro Status" die zweite Auflage und ein genauer Plan bezüglich Ironman 70.3 und Challenge Bewerbe ist gerade in Arbeit. Ich freue mich jetzt schon auf spannende und fordernde Bewerbe, darauf die gesteckten Ziele im Auge zu behalten und ich hoffe auf eine verletzungsfreie Vorbereitung.

Zum Abschluß möchte ich mich bei all all jenen bedanken, die mir den Trainingsalltag durch ihre Gesellschaft, den Willen oder durch scheinbar unbändbare Motivation erleichtern und erhellen - in der Gemeinsamkeit tut das Leiden im Training nur halb so weh. Ein riesen Dankeschön an meine beste Trainingspartnerin im Becken, Lisa Streiter-Bax, an Yvonne Raffeiner, meine Lauftrainingspartnerin Nummer 1, und an Anne Range, mit der einfach alles Spaß macht und die immer zu Stelle ist wenn man sie braucht. Ebenso herzlichen Dank an meinen Triathlonverein NCB-Triteam und meinen Schwimmtrainer Robert Kadar, samt allen Trainingskollegen von den Three Giants bei denen ich mich "hintnach" für meine vielen "es wird im Training net gejammert" für 2014, 2015 und vorab für 2016 entschuldigen möchte. 

An alle netten Menschen an den Wettkampfstrecken die heuer hin und wieder Nerven auf den Schwimm - und Laufstrecken durch mich gelassen haben - ich geb mein bestes für 2016, versprochen!

PS: manche haben mich lauter angefeuert als ich an einem freien Tag Wurstbrot schreinen kann - ich danke Euch!

Der Herbstplan :-)

newsbild
Always eat fruits...
newsbild
and drink a lot of water...
newsbild
then prepare like Robocop...
newsbild
and try to ride like ET...
newsbild
with your friends...
newsbild
and pony...
newsbild
also when snowing...
newsbild
and having brrr...
newsbild
2 be ready for race,
newsbild
mountain
newsbild
or the cake!

 Competition Blog 2015

 Stats

 Sponsoren



< Zurück
© 2010 Sylvia Gehnböck | Impressum

Sport



Partner

newsbild

Kontakt

Sylvia Gehnböck
Auhofstraße 129/6, 1130 Wien

info@sylviagehnboeck.at
www.sylviagehnboeck.at
+43 (0)699 192 359 69